Vor über einem Jahr hat sich die Kolbermoorer Bürgerschaft mit deutlicher Mehrheit gegen ein Krematorium ausgesprochen!

Schnell ist das erste Jahr nach dem Ratsbegehren vergangen: mit einer deutlichen Mehrheit von gut 60 Prozent haben sich die Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger gegen die Errichtung eines Krematoriums in Kolbermoor ausgesprochen. 

Unbeschreiblich war die Freude bei den Aktiven der Bürgerinitiative Kolbermoor gegen die Errichtung eines Krematoriums, als der Bürgermeister Peter Kloo im Foyer des Rathauses verkündete, dass eine deutliche Mehrheit der Kolbermoorer sich gegen die Errichtung eines Krematoriums ausgesprochen hat, das in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung vom Traunsteiner Investor Engmann auf dem Neuen Friedhof errichtet werden sollte. 

Die Stadtspitze hatte das Projekt lange hinter verschlossener Türe mit dem privaten Investor entwickelt und sich einschlägige Beschlüsse in nicht öffentlicher Sitzung geben lassen, bevor er an die Öffentlichkeit ging und das Projekt nach einer „Ankündigungsveranstaltung“ gleich in das baurechtsschaffende Bauleitplanverfahren geben wollte. 

Aufmerksame Bürger und Bürgerinnen haben sich jedoch schnell zu einer schnell wachsenden Bürgerinitiative zusammen geschlossen, welche mit erheblichem persönlichen und eigenem finanziellen Aufwand die Politiker der Stadt und die Bevölkerung über die Konsequenzen und beachtlichen Gefahren eines Krematoriums in der Nähe von Wohnbebauungen mit Wurfsendungen, Plakaten und über das Internet und die sozialen Medien aufklärte. 

Wir haben auf dieser Internetseite viele Fakten und Informationen im Zusammenhang mit der Thematik zu Krematorien zusammen getragen und möchten auf diese an dieser Stelle hinweisen. Wir freuen uns auch auf Zusendungen und Hinweise von allen, die sich mit den Gefahren eines Krematoriums auseinandersetzen (müssen). 

Mit dem 20. Oktober jährt sich diese Entscheidung – auch wenn der Bürgermeister und die entscheidenden Politiker nach einem Jahr an diese Entscheidung der Bürgerschaft rechtlich nicht mehr gebunden sind, so steht der Appell der Bürgerschaft und bindet die Politik klar und deutlich auch in die Zukunft der Stadt Kolbermoor hinein: Kein Krematorium in Kolbermoor – keine Gefährdung der jetzigen und der zukünftigen Generationen durch eine solche völlig unnötige Anlage. 

Das deutliche Ergebnis ist auch eine klare und solidarische Aussage und Aufforderung der Kolbermoorer Bevölkerung an die Politik: 

Kein Krematorium in Kolbermoor! 

Parteiübergreifend haben sich die örtlichen Politiker nach der Abstimmung dann auch entsprechend geäußert: der Bürgerwille wird akzeptiert. 

Wir werden jedoch weiterhin wachsam sein und die Stadtentwicklung und die einhergehenden politischen Vorgänge genau beobachten, damit auch (möglicherweise von den Stadträten unbeabsichtigt) doch ein Krematorium möglich gemacht und sogar umgesetzt wird.

Es ist geschafft

  • Wahlbeteiligung – 7.213 gültige, 28 ungültige Stimmen 49,6% 49,6%
  • Ja – 2.900 Stimmen für ein Krematorium in Kolbermoor 40,2% 40,2%
  • Nein – 4.313 Stimmen gegen ein Krematorium in Kolbermoor 59,8% 59,8%
  • Quorum – erreicht ab 2.921 Nein Stimmen, bzw. ab 20% aller Stimmberechtigten 40,5% 40,5%