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Das betrifft uns alle

Bürgerinitiative Kolbermoor – BIK

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Welche Meinung haben Sie zu dem Bau eines Krematoriums in Kolbermoor

Die Sicht eines Anwohners

Ich bin momentan jeden Tag bei schönen Wetter dort draußen mit den Kindern. Mir wird wirklich Angst und bange wenn ich daran denke was hier errichtet werden soll….
Wir haben uns hier unseren Traum vom Eigenheim in Kolbermoor erfüllt und arbeiten täglich daran dieses unser Eigen zu machen. Kolbermoor und im speziellen hier die Ecke im Süden genießen wir sehr. Seit wir erfahren haben, dass hier im direkten Sichtkontakt das Krematorium errichtet werden soll, ist alles etwas anders. Ich finde es erschreckend und oberflächlich wenn ein Bürgermeister mir bei einer Info-Veranstaltung dazu sagt, ich solle mit meinen Ängsten lernen umzugehen, ich als FlashMop bezeichnet werde, wenn ich mich zu einem davor unbekannten Thema kundig mache. An den rechten Rand gestellt werde weil ich gegen ein Krematorium hier auf dem schönen Friedhof bin. Als asozial bezeichnet werde weil ich nicht für das Krematorium bin, das ja der Allgemeinheit zu gute kommen soll aber im Grunde kein Bedarf da ist. Ich Probleme mit dem Tod haben soll weil ich nicht täglich damit konfrontiert werden will aber genau wie jeder andere auch natürlich schmerzliche Verluste in der Familie betrauern muss.
Und wenn ich auch noch durch eigene Recherche herausfinde, das bei offiziellen Veranstaltungen Unwahrheiten erzählt werden und bei der Konfrontation damit die Personen ausweicht und auch noch versucht die Situation lächerlich zu machen um sich dann auch noch später selber als Opfer darzustellen, ist das lachhaft.
Am besten soll ich nichts mehr sagen und nichts mehr tun und die Klappe halten weil so viele das Thema nicht mehr hören können und das doch endlich gebaut werden soll.
Wir haben es, wenn es kommt dann vor der Türe stehen und ich und wir werden uns damit dann immer auseinander setzen müssen. Mit allem was da aus dem Kamin kommt, mit der Situation das hier bis zu 7000 Leichen verbrannt werden, das es Bypassöffnungen gibt und das die Lebensqualität sich verringern wird. Ich fühle mich von dem geplanten Krematorium bedroht!
Ich war auch in Traunstein und habe mir das K. angesehen, ich habe gehört, dass anscheinend Anwohner dort gefragt wurden wie sie es dort finden.
Fragt mal die Anwohner hier wie sie es finden !
Ich habe jetzt die Möglichkeit etwas dagegen zu tun und ich werde die Gelegenheit bei der Wahl nutzen und ich hoffe es werden möglichst viele tun!

Schönauer Rolf

Klimaschutz auch in Kolbermoor!!!!

Sehr geehrte Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger,

noch nie war das Thema „Klimaschutz“ so aktuell wie jetzt!

Leider scheint sich das beim Stadtrat der Stadt Kolbermoor, in welchem sich auch 4 Mitglieder der „Grüne Liste Kolbermoor“ befinden, noch nicht herumgesprochen zu haben.

Auf der ganzen Welt kämpfen die Menschen für Klimaschutz! „Fridays for Future“ ist mittlerweile eine weltweite Bewegung für Klimaschutz. Klimaaktivisten von „Extinction Rebellion“ demonstrieren friedlich in Berlin; und in der angeblich „klimaneutralen Zone Kolbermoor“ ist alles super!

Als Dreingabe zum ohnehin schwierigen Klimagipfel soll ein absolut überflüssiges Krematorium mit allen negativen Klima- und Umwelteinflüssen gebaut werden! Dahingehend wird nach dem Ratsentscheid noch zu klären sein, warum sich Herr Bgm. Kloo trotz den nachgewiesenen Falschangaben der Firma FBSO, welche ihm rechtzeitig zur Kenntnis gelangten, vehement für diese überflüssige Anlage einsetze obwohl die Unterstützung im Stadtrat bereits zu bröckeln beginnt und ihm auch die nachgewiesenen Falschangaben der Firma FBSO rechtzeitig zur Kenntnis gelangten!

Überflüssig deshalb, weil es bei den umliegenden Krematorien keine, über die Vorgaben des Gesetzgebers hinaus gehenden, Wartezeiten gibt und diese Krematorien auch in keinster Weise ausgelastet sind!

Außerdem darf an dieser Stelle noch an die nachgewiesenen Unwahrheiten erinnert werden, die von Herrn Thomas Engmann, Geschäftsführer der Firma FBSO, und von Herrn Bgm. Kloo verbreitet wurden!

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bei Herrn Ben Engmann zu seiner ehrlichen Aussage hinsichtlich der pietätlosen Teileentsorgung in der Firma seines Vaters! Wir können uns durchaus vorstellen, dass dieser junge Mensch, der in Salzburg studiert und seine Zukunft positiv gestallten möchte, Probleme mit dem Geschäftsgebaren seines Vaters hat.

Auf Grund der Fakten würde es uns nicht wundern, wenn Herr Ben Engmann aus Gewissensgründen mit „NEIN“ stimmen würde falls er stimmberechtigt wäre???

Gerhard Fischer

Das letzte Mittel…

In der aktuellen Ausgabe des OVB ist zu lesen, dass Kolbermoorer Bürger per Mail bzw. per Brief bedroht werden, weil sie für den Bau des Krematoriums sind und sich jetzt nicht mehr trauen, ihre Meinung zu sagen. Dies wurde, gemäß Bericht, den Kolbermoorer Stadträten zugetragen. Insbesondere ist hier die Rede von Frau Levin.
Was hier auffällt und sehr zum Nachdenken anregt/anregen sollte, ist die Aussage, dass bei der Aiblinger Polizei „bisher keine Anzeige erstattet wurde“. Also wenn ich, von wem auch immer, bedroht würde, ich würde sofort bei der Polizei Anzeige erstatten, aber mich bestimmt nicht an die Stadträte wenden! Das klingt schon ziemlich abwegig und weit hergeholt.
So kurz vor dem Bürgerentscheid drängt sich mir hier die Frage auf, ob das nicht ein abgekartetes Spiel ist.
Es hat sich in den letzten Wochen herauskristallisiert, dass der geplante Bau des Krematoriums ziemlich viele Gegner hat. Diesen Gegnern – so macht es auf mich den Eindruck – soll nun noch schnell eins reingewürgt werden, nach dem Motto: schaut, wie aggressiv die sind, bedrohen schon ihre Mitbürger. Dabei ist es ja eigentlich umgekehrt: durch diese Aktion hofft man wohl, noch eine Befürworter „an Land ziehen“ zu konnen. Wenn es ums liebe Geld geht, ist anscheinend jedes Mittel recht und die Fairness sowie eine gesunde Diskussionskultur bleiben auf der Strecke.

Blueberry

Ein Beitrag zum heutigen Zeitungsartikel „Ich finde dich! Befürworter werden bedroht

Die SPD-Stadträtin Frau Dagmar Levin stellt sich in diesem Artikel vor Kobermoorer Bürger die für einen Bau eines Krematoriums sind und bedroht werden. Das ist erst einmal ein schöner Zug. Aber wer stellt sich vor die Bürger die dagegen sind? Hätten diese es nicht genauso verdient? Denn auch auf der anderen Seite gibt es mindestens ebenso viele Menschen denen es ähnlich ergeht, nur da lese ich nichts davon. Oder soll dieser Artikel eine deplazierte Wahlwerbung der Stadt für das Krematorium sein, eine Woche vor der Wahl?
Weiter erzählt sie, dass sie schon viel erlebt hätte, aber dieses Ausmaß unsäglich wäre. Ja, Sie hat recht, aber wer hat denn dieses Feuer gelegt und zündelt weiter bis zum letzten Tag, auch mit der Aufmachung dieses Artikels?

Egal wie die Wahl ausgehen wird, eines bleibt: „Eine gespaltene Bürgerschaft“.
Jahre werden vergehen, bis wieder Vertrauen aufgebaut ist, bis wieder überall ein unbeschwertes nachbarschaftliches Verhältnis möglich ist. Die Verantwortung dafür trägt in erster Linie der Bürgermeister und in zweiter die Stadträte. Alle stellten sich dem Auftrag „zum Wohle aller Bürger“ zu handeln. Zu einen, nicht zu spalten. Gesundheit und Menschlichkeit vor Profit zu stellen. Ich kann aber nur erkennen, dass ein Mann aus unerkennbaren Gründen sein Projekt auf Biegen und Brechen durchziehen will und alle Bürger Kolbermoors dann den Schaden zu tragen haben. Ich hätte mir von allen Entscheidungstägern der Stadt „NEUTRALITÄT“ erwartet, das Gegenteil zeigt sich! Bis auf drei Stadträte die so viel Mut aufgebracht haben sich neutral auf jeder Seite zu informieren. Hut ab! Da frage ich mich was haben die als Minderheit vom Rest zu erwarten? Mit Sicherheit wird über die Beleidigungen die sie einstecken müssen, in der Zeitung nicht berichtet.

Die Bürger von Kolbermoor werden erst im nächsen Jahr zu den Wahlen das Thema aufarbeiten, aber lieber Herr Bürgermeister und sehr geehrte Frau Stadträtin seien Sie dann bitte nicht wieder überrascht über das Verhalten so mancher Kolbermoorer, es wird nur die Saat aufgehen, die Sie selbst gesät haben. Denn die derzeitige Politik in Kolbermoor schreit förmlich nach notweniger Veränderung und einem Wechsel. Dass dabei dann evtl. ein Ergebnis rauskommt, dass Ihnen wie vielleicht auch mir so gar nicht gefällt ist einplanbar.
Bei der letzten Bundestagswahl wurde uns jedenfalls vor Augen geführt wohin der Aufschrei der Menschen, die nicht gehört werden, geführt hat.

Dieser Beitrag wurde von mir eingestellt, in der Hoffnung, dass die Angesprochenen den Beitrag lesen und endlich aufhören solche Zeitungsartikel zu schalten, sich NEUTRAL verhalten.

Christa Schneider, Kolbermoor

Fakten, Wahrheit(en), Fürsorge

Es ist schon beachtlich, dass die Bürgerinitiative einige der Behauptungen des Betreibers der Leichenverbrennungsanlage aus Traunstein deutlich widerlegen konnte.

Fakten sind:

– Es gibt keine Wartezeiten bei anderen Krematorien
– Es gibt keinen Bedarf in Kolbermoor für ein Krematorium
– Es gibt regelmäßige Öffnungen der Bypässe, wo die Abgase ungefiltert an die Umgebung abgegeben werden
– Die Ablehnung des Krematoriums in Rosenheim fand mit genau den Gründen statt, welche auch in Kolbermoor gegen eine Ansiedlung sprechen

Besonders interessant ist weiterhin, dass das Bayerische Landesamt für Umwelt seine inzwischen mehrere Wochen alte Aussage vom 17. September 2019 nicht korrigiert oder widerrufen hat:

entgegen den Behauptungen der Fa. EHG und Feuerbestattung Südostbayern GmbH wird weder beim LfU noch beim Umweltpakt eine Liste mit Referenzanlagen geführt.

Das LfU hat deshalb die Feuerbestattung Südbayern nach eigener Aussage „gebeten“, die missverständlichen Formulierungen unverzüglich zu korrigieren.

Weder auf der Homepage der beiden betroffenen Firmen noch auf der Homepage der Stadt Kolbermoor hat man diese offenbar falschen Angaben bis dato korrigiert.

Insbesondere vom Ersten Bürgermeister Kloo, der einen Eid auf das Grundgesetz gegeben hat, darf der Bürger erwarten, dass er hier die Sachverhalte aufklärt – nicht zuletzt um den Bürgern eine sachlich richtige Grundlage zu geben, auf der man sich für das Ratsbegehren entscheiden kann.

Ich frage mich, ob hier nicht eine besondere Fürsorgeverpflichtung besteht?

Robert Gerhard König

Warum erweitert man nicht einfach das Krematorium Traunstein um eine zweite Ofenlinie?

Die Frage welche mir sich stellt ist, warum erweitert man nicht einfach das Krematorium Traunstein um eine zweite Ofenlinie? Das ist doch sicherlich möglich. Ergo, müssen die Gründe für einen geplanten Neubau in Kolbermoor woanders liegen. Ein Schelm wer denkt, dass hier eventuell die Lokalpolitik einen Deal mit dem eventuellen Betreiber geschlossen hat.

Ist das noch meine SPD die Bürgermeister Kloo vertritt? Nein, definitiv nicht, da sie nicht im Interesse der Bürger handelt, sondern ihre eigenen, mir und vielen anderen Bürgern nicht nachvollziehbare Interessen vertritt.

Doch auch die „Grünen“ in Kolbermoor zeigen sich mehr als zurückhaltend, bzw. stimmen einem Krematorium am Rothbachl wohl zu, konträr zu den CO2 Forderungen des Bundesvorstandes der Grünen. Allein der potentielle und sehr wahrscheinliche CO2 Ausstoss eines solchen Krematoriums widerspricht sämtlichen Beschlüssen und Forderungen der Bundesparteitage.
Ich hoffe nur, hier setzt ein Umdenken ein und ihr steht zu Eurer grünen Politik.
Fazit:
Krematorium am Rothbachl – NEIN
Krematorium (wenn es sein muss) – an einem geeigneteren Ort in Kolbermoor (ohne Wohnhausnähe, ohne Sportplatznähe, ohne Rodung eines alten Baumbestandes etc., ja)

Holger K.

der Groschen ist hoffentlich da hingefallen wo er hingehört

Also, bei mir ist er das. Schon vor einer ganzen Weile.
Ich habe aber mitbekommen, dass es auch nach den Infoveranstaltungen noch Kolbermoorer/innen gibt, bei denen der Schweinehund aus seiner Hauptmotivation Bequemlichkeit heraus seine Menschen noch beeinflußt, und zwar nicht im Sinne unser aller Gesundheit. Was es mit der Macht des Schweinhundes auf seinen Menschen auf sich hat, darüber wurden ja schon Bücher geschrieben.
Ich frage also alle Schweinehunde: denkt nochmal nach, und veranlasst Eure Menschen zur richtigen Entscheidung.
Habt Ihr, liebe Schweinehunde, verstanden….
…. dass es zusätzlichen Verkehr geben wird. Der letztendlich, wenn die Anlage in vollem Betrieb ist, wesentlich mehr sein wird als die von der Stadt heruntergespielten „15 bis 30 Fahrzeuge pro Tag, die bei der McDonalds-Kreuzung bei einem Aufkommen von 20.000 täglich gar nicht mehr ins Gewicht fallen“. Das Motto „ist ja eh schon wurscht“ scheint hier ziemlich fehl am Platz!
…. dass zusätzlicher Verkehr zusätzlichen Lärm bedeutet, den der Wind kilometerweit in alle Richtungen tragen und die Bürger entsprechend belasten wird
…. dass auch Lärm alleine schon krank machen kann
…. dass durch den zusätzlichen Verkehr auch zusätzliche Abgase in die Luft abgegeben werden, die der Wind kilometerweit in alle Richtungen tragen wird = zusätzliche Gesundheitsbelastung. Da hilft ein Dieselfahrverbot dann auch nix mehr!
…. dass durch die eigentlichen Verbrennungen zusätzliche Schadstoffe in die Luft gepustet werden, die der Wind kilometerweit in alle Richtungen tragen wird
…. dass auch höchst unangenehme Gerüche, besonders in der warmen Jahreszeit, entstehen können, die der Wind die kilometerweit in alle Richtungen tragen wird
…. dass „die Grenzwerte werden (freiwillig) deutlich unterschritten“ nichts anderes heißt als:
>> es werden Schadstoffemissionen erfolgen
>> die es ohne das Krematorium in unserem Lebensbereich nicht geben würde
…. dass, wenn bei einer Leichenverbrennung keine Schadstoffe abgegeben würden, es auch keine Grenzwerte bräuchte
…. dass z.B. Quecksilber, welches sich noch immer in vielen Zahnfüllungen aus Amalgam befindet, hochgiftig ist und es erwiesen ist, dass ein Rest in die Abluft gelangt
…. dass die ganzen sich wunderbar logisch anhörenden Begründungen vom potentiellen Betreiber, und auch von den Vertretern der Stadt Kolbermoor, einen großen Teil „schönreden“ beinhalten. Denn: einige der Aussagen wurden klar widerlegt, zu anderen widerum lag kein ausreichendes Wissen vor
…. dass wir uns auf dieses Gesundheitsroulette besser nicht einlassen sollten
…. dass alle anderen Gemeinden ihre Stadt als Standort abgelehnt haben und damit ihrer Fürsorgepflicht ihren Bürgern gegenüber Genüge getan haben
…. dass es keinen akuten Bedarf an einem zusätzlichen Krematorium in der Region gibt, weil die Zahl der Krematorien in Bayern sowieso höher ist als in anderen Regionen
…. dass gesetzlich vorgeschrieben die Totenruhe erst einmal 48 Stunden betragen muss, so dass eine „Wartezeit“ von insgesamt drei Tagen keine echte Wartezeit wegen angeblicher Überlastung der vorhandenen Krematorien ist
.… dass weder kurz- noch mittelfristig Änderungen in der Auslastung der Krematorien zu erwarten sind
…. dass es wesentlich sinnvoller wäre, ein zusätzliches Krematorium, wenn es irgendwann sein muss, in einer Gegend zu bauen, in der es wenige gibt und die Nachfrage größer ist als bei uns
…. dass die zusätzliche Belastung aller Art nicht nur wir, sondern ganz besonders unsere Kinder und Enkelkinder zu tragen haben
…. dass viele von uns große Angst vor gesundheitlichen Schäden haben
…. dass es offenbar zu bestimmten Themen (z.B. Radioaktiviät) bisher zu wenige Untersuchungen, damit zu wenige Ergebnisse gibt, um sicher ausschließen zu können, dass diese für uns unschädlich sind
…. dass hier auf Biegen und Brechen eine industrielle Leichenverbrennungsanlage gleich neben unseren Haustüren errichtet werden soll, damit die Stadtkasse aufgebessert wird – Gewerbesteuer, Einnahmen aus der Erbpacht – die uns und unseren Nachkommen langfristig gesundheitlich schaden können
…. dass Solidarität mit denen gefragt ist, die Angst haben, und die mit dieser Anlage leben müssen – und das sind nicht nur die direkten Anwohner, sondern: ES BETRIFFT UNS ALLE
…. dass wir mit NEIN stimmen sollten!

Barbara Fleischmann

Wer alle Fakten berücksichtigt kann nur mit „NEIN“ stimmen

Sehr geehrte Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger,

mittlerweile haben sich immer mehr Behauptungen des Herrn Engmann und leider auch des Herrn Bgm. Kloo als falsch erwiesen! (siehe z.B. die Auskunft der Stadt Rosenheim). Der Stadtrat sollte sich jetzt endlich auf das Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger besinnen und rechtzeitig die Reißleine ziehen.

Zumindest hat jetzt wenigstens ein Mitglied des Stadtrats sein Gewissen ernsthaft hinterfragt und seine Meinung korrigiert! Dafür zollen wir Herrn Daxeder den höchsten Respekt! So ein starkes Verhalten würden wir uns auch von den anderen Mitgliedern des Stadtrats wünschen!

Nach Lage der Fakten kann unserer Meinung nach kein Mensch ein Krematorium in Kolbermoor ernsthaft wollen. Das Krematorium lässt sich nicht schönreden, denn für Spekulationen und Experimente ist die Sache zu erst! In der Summe sprechen die Fakten einfach klar dagegen!

Bitte helft alle zusammen und stimmt am 20.10.2019 mit „NEIN“!

Gerhard und Monika Fischer

Gerhard und Monika Fischer

Erwischt!

Im Januar diesen Jahres ist meine Schwägerin nach schwerer Krankheit verstorben.
Als sie Mitte zwanzig war, hatte sie einen sehr schweren Autounfall, den sie seinerzeit nur mit sehr viel Glück und mit Hilfe von mehreren Schutzengeln überlebt hatte.
Um ihr Leben zu retten, bekam sie eine künstliche Hüfte, ein künstliches Kniegelenk und die komplette Wirbelsäule wurde mit Hilfe von etlichen Schrauben und Platten künstlich versteift.
Natürlich war sie danach schwerbehindert und nicht mehr in der Lage, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen. Sie war regelmäßig auf Hilfe angewiesen.
In Absprache mit uns und ihren Freunden wurde sie auf ihren Wunsch hin in München eingeäschert.
Man kann sich vorstellen, dass diese vielen „Ersatzteile“, die sie seit ca. 35 Jahren in ihrem Körper tragen musste, unter gar keinen Umständen in einer nur wenige Liter fassenden Urne Platz gehabt hätten.
Mir liegt eine „Anordnung zur Feuerbestattung“ vor, die ich hiermit auszugsweise wörtlich zitiere:
„Eine Rückgabe der mit der/dem Verstorbenen eingelieferten Wertgegenstände (z.B. Schmuck, Zahnersatz und sonstige Körperersatzstücke) ist nach der Einäscherung nicht mehr möglich, sie verbleiben in der Asche und werden zusammen mit dieser in die Urne verfüllt. Mir ist bekannt, dass Sargbeigaben und Implantate, die aufgrund ihrer Größe nicht der Urne beigeben werden können, durch das Krematorium verwertet werden. Der Erlös wird zur Förderung einer „Kultur der Pietät, des Sterbens und der Totenruhe“ auf den Münchner Friedhöfen verwendet.“
Somit ist die Aussage von Herrn Engmann, dass Gelenke etc., gleich welcher Größe, mithilfe von Werkzeugen zerkleinert und in jedem Fall der Urne beigegeben werden, widerlegt.
Hier fällt mir spontan folgender Reim ein: „Wer einmal lügt, dem traut man nicht, und wenn er selbst die Wahrheit spricht!“

Blueberry

Emissionen und der Wind als Verteiler – und wie war das noch gleich mit dem Quecksilber?

Wie das mit den Geräuschen der A8 ist, die der fleißige Wind rund 3 km von der Autobahn bis zu unserem Haus trägt, vielleicht auch weiter und sowieso auch in andere Richtungen, darüber habe ich ja schon berichtet.
Der Wind wird es dann auch ohne größere Probleme und völlig ungebeten von uns schaffen, die Ausscheidungen aus dem Kamin des Krematoriums 3 Kilometer weit in alle Richtungen über Kolbermoor hinüber zu tragen. Und irgendwo kommt das Zeug ja dann runter! Vielleicht auch auf den Grundstücken derer, die jetzt für den Bau dieser industriellen Verbrennungsanlage sind?

Entfernungen rund um den Krematoriumsstandort herum – laut Entfernungsmessung auf googlemaps, innerhalb des dort eingezeichneten Kolbermoorer Stadtgebietes – sind:
Richtung Großkaro: 3 Kilometer
Richtung Rosenheim: 1 Kilometer (bis Schwaig)
Richtung Bad Aibling: 4,3 Kilometer
Richtung Autobahn: 3,1 Kilometer (Pullach/Schlarbhofen)
Na, da deckt der Wind ja dann das gesamte Kolbermoorer Gebiet ziemlich gut ab!
Wie gesagt: fleißig. Windkraft ist halt nicht unterzukriegen!

Wo – bzw. wie weit entfernt – wohnen eigentlich unsere Bürgermeister und Stadträte? Schon in Kolbermoor, oder? Also praktisch im Schadstoff-Verteil-Luftraum? Wollen sie wirklich mehr Schadstoffbelastung und Lärm absichtlich auch für sich selber generieren?

Denn dass es zusätzlich Schadstoffe geben wird, das steht doch außer Frage!
Durch den Verkehr, und auch durch die Verbrennungen.
Selbst wenn es selten zu den sogenannten „Störfällen“ kommt, bei denen die Bypassklappen geöffnet werden (müssen) um den Ofen nicht zu beschädigen und dabei die hochgiftigen Rauchgase ungefiltert in die Umgebungsluft gepustet wird:

es bleibt ein Rest an Schadstoffen übrig.

Das erkennt man spätestens an den Worten „zulässiger Grenzwert“.
Wenn bei einer Leichenverbrennung gar keine Schadstoffe abgegeben würden, dann bräuchte es auch keine Grenzwerte.

Die Tatsache, dass in den Gutachten welche der FSBO ausgestellt wurden und deren Wortlaut auf der Hompepage der Stadt Kolbermoor abrufbar ist, ständig davon die Rede ist, dass die zulässigen Grenzwerte deutlich unterschritten werden, heißt doch auch nur, dass eben Schadstoffausstoss da ist.
Sicher liest es sich im ersten Moment toll wenn die zulässigen Grenzwerte deutlich unterschritten werden. Wir haben aber in den letzten Monaten gelernt, alles was uns als superdupertoll an dem Krematorium erklärt wird, nicht nur zu hinterfragen, sondern das auch noch kritisch zu tun.
Hat schon jemand etwas gefunden, das tatsächlich so klasse ist wie es dargestellt wird? Im Bezug auf zusätzliche (Gesundheits)belastung aller Anwohner, meine ich.

Überhaupt: wer setzt denn solche „zulässige Grenzwerte“ fest?
Irgendein Mensch aus dem Gesundheitsamt, der meilenweit vom nächsten Krematorium entfernt wohnt?
Worauf beruhen diese Werte – auf Untersuchungen der Vorjahre, bei denen festgestellt wurde, wie viel wovon der Körper ertragen kann ohne (ernsthafte) gesundheitliche Schäden zu nehmen?
Sind denn diese Untersuchungen noch aussagekräftig?
Umweltbelastungen werden in der Summe höher – bei allem was man aus der Berichterstattung seriöser Medien entnehmen kann – auch vielfältiger. Und mehr natürlich – die Bevölkerung wächst, die Landwirtschaft wächst, der Verkehr wächst…. undsoweiterundsofort.

Was tut denn der Körper mit Schadstoffen? Der versucht das doch erst abzuwehren, und wenn es zu viel wird, treten dann nicht Allergien auf?
Ist es nicht so, dass seit vielen Jahren die Zahlen von Allergikern steigen? Warum nur?
Einen Heuschnupfen kann man ja direkt als harmlose Variante einer allergischen Reaktion bezeichnen wenn man sich im Vergleich dazu andere Allergieerkrankungen ansieht – aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Asthma ist keine Gaudi, und ich habe noch nicht mal die richtig schlimme Version davon.

Was ist denn mit Amalgam-Füllungen? Werden die nicht seit vielen Jahren bei allen, die es sich leisten können, entfernt und durch hochwertige, allergiefreie Füllungen ersetzt? Gold, oder Keramik zum Beispiel. Schon, oder?
Aus den Amalgam-Füllungen kommt doch das bei der Verbrennung einer Leiche freigesetzte Quecksilber?

Auszüge einer sehr informativen Veröffentlichung der Deutschen Familienversicherung:
20.04.2018: Auf Beschluss der EU-Kommission wird die Verwendung von zahnärztlichem Amalgam seit Juli 2018 minimiert. Das quecksilberhaltige Material, das für Zahnfüllungen verwendet wird, ist seit Jahren umstritten.
Amalgam ist eine Legierung aus Kupfer, Zinn, Silber und QUECKSILBER. In Deutschland muss Amalgam als SONDERMÜLL entsorgt werden. Trotzdem wird es hierzulande noch oft für Zahnfüllungen verwendet, während es in anderen Ländern verboten ist.
…… Der Zahnarzt mischt das Amalgam in Pulverform mit flüssigem Quecksilber….. …..Fachleute schließen nicht aus, dass das enthaltene Quecksilber möglicherweise an der Entstehung von Krebs, Gelenkleiden und Autoimmunkrankheiten beteiligt ist…… Es lähmt die körpereigene Entgiftung, da es vom Organismus kaum ausgeschieden wird und kann somit jahrzehntelang im Körper bleiben. …..

Der ganze Artikel ist zu lange, um ihn hier wiederzugeben. Bei Interesse bitte selber nachlesen – hier ist der Link: https://www.deutsche-familienversicherung.de/ratgeber/artikel/amalgam-unbedenkliche-zahnfuellung-oder-gefaehrliches-risiko/

Apropos Störfall:
Ist der „klassische Störfall“ nicht der, dass bei Verbrennung von übergewichtigen Menschen die Bypassklappen geöffnet werden müssen, damit der Ofen nicht beschädigt wird? Und deshalb entweichen alle Verbrennungsgase ungefiltert in die Luft?
Wir denken schon dran, dass die Zahl der viel zu gut genährten Menschen in unseren Breitengraden steigt?

Mal eine ganz andere Frage:
Wie stellt man sich das eigentlich mit dem Parken beim Krematorium seitens des Betreibers / der Stadt vor?
Die paar Parkplätze, die einen jetzt beim neuen Friedhof anspringen, werden wohl kaum reichen, wenn Trauergäste anreisen. Unabhängig von einer jeden Einäscherung und einer evtl. damit zusammenhängenden Trauerfeier in der Aussegnungshalle, werden auch andere Menschen gleichzeit auf dem Friedhof sein, um ihre Hinterbliebenen zu besuchen. Davon kommen sicherlich auch welche mit dem Auto.
Sollen die Fahrzeuge dann auf dem Aldi/DM-Parkplatz stehen, und den Menschen, die dort zum einkaufen hingefahren sind, den Platz wegnehmen?
Denn so wird es sein – früher war der Aldi-Parkplatz ja sehr ergiebig, aber seit das DM gebaut wurde, schaut es manchmal ganz schön mau aus mit einer Lücke für das Auto. Wohlgemerkt einer Lücke, in die man nicht nur einparken, sondern in der man dann auch aus dem Auto aussteigen kann ohne daneben eines zu ramponieren, und dabei mit gleich das eigene.
Ach, jetzt hab‘ ich’s: die parken nicht bei Aldi, sondern knapp nebenm evtl. sogar vor den Einfahrten der Anwohner. Damit die auch viel Freude damit haben?

Barbara Fleischmann

Wartezeiten Einäscherungen

Wie das OVB selbst recherchiert hat gibt es, anders als von Herrn Bürgermeister Kloo behauptet, keine Wartezeiten in den umliegenden Krematorien. Dadurch ist der Beweis erbracht, dass es keinen Bedarf einer solchen industriellen Leichenverbrennungsanlage in Kolbermoor gibt.

Die Frage ist doch: Bei welchen Aussagen wurde uns noch die Wahrheit verschwiegen?

  • Bei den hochmodernen Filteranlagen, die angeblich fast alle Giftstoffe beseitigen?
  • Bei der Sicherheit der angeblichen „Referenzanlage Traunstein“?
  • Bei den angeblich nicht vorhandenen Störfällen?
  • Bei den angeblichen Wartungen, die regelmäßig durchgeführt werden?
  • Bei der Umweltverträglichkeit der „modernen“ Anlage?
  • Beim Verkehrsaufkommen?
  • usw.

Man sieht einmal mehr, wie skeptisch und leider auch misstrauisch man sein muss, wenn es um das große Geldverdienen geht.Letztendlich muss man sich immer wieder fragen: „Cui bono“, wer zieht den Vorteil aus dem Bau dieses Krematoriums?

Die Kolbermoorer Bürger sicher nicht!

Bitte zeigen Sie sich solidarisch mit den besorgten Bürgern in Kolbermoor und gehen Sie am 20.10.2019 wählen!

Solange nur der geringste Verdacht besteht, dass es Gesundheitsgefahren für die jetzigen und künftigen Generationen gibt, muss man in meinen Augen mit „Nein“ stimmen.

Maria Seehuber

„Werbefahrt der VHS“

Bei unserer angemeldeten Fahrt mit der VHS ins Krematorium Traunstein mit 29 Teilnehmern, wurden wir durch eine – wie zu erwartend – gepflegte und saubere Anlage geführt. Es wurden uns die Filteranlage und die Ofenlinie gezeigt, bei der jeder der wollte auch einen Blick durch das Schauglas ins Feuer werfen konnte. Auf Nachfrage bezüglich der Bypässe wurde uns erklärt, dass im Falle einer Öffnung das gesamte Abgas ungefiltert ins Freie geleitet wird. Dieser Vorgang wird messtechnisch nicht erfasst. Laut verschiedenen Aussagen von Herrn Engmann kommt das in „unregelmäßigen Abständen“ vor. Die genaue Ursache ist nicht bekannt und kann auch nicht beeinflusst werden. Das heisst, dass wir Bürger in Kolbermoor auf „Unregelmässigkeiten“ gefasst sein müssen. Mit allen ungefilterten Giften in der Umgebung. Des Weiteren wurden wir auch zur Lagerstätte der Särge und der daneben befindlichen Urnenwand zur Abholung durch den Bestatter geführt. Dort schlug uns sofort ein Geruch entgegen, der eindeutig dem natürlichen Prozess der Sache geschuldet war. Selbst den Befürwortern des Krematoriums konnte man die Wahrnehmung an der „Nasenspitze“ ansehen. Uns wurde immer wieder unterstellt, dass es den Geruch nicht gibt, oder er von dem in der Nähe befindlichen Schlachthof kommt. Nun wurde das Gegenteil 29-fach bewiesen. Als wir damals im Juni vor Ort waren und den Geruch im Außenbereich der Anlage wahrgenommen haben, war es sehr heiß und alle Türen und Fenster standen auf. Dass der Geruch dann in die Umgebung dringt ist logisch. Auch durch die An- und Abfahrten mehrmals täglich müssen die großen Tore geöffnet werden. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass bei der Verabschiedung in der Aussegnungshalle dieser Geruch die Trauernden belastet.

Sabine Zirngast

„Informationsfahrt VHS“

Nachdem der BIK ständig mangelnde Information vorgeworfen wird, fuhren wir am 20.09.19  mit der VHS zur Besichtigung des Krematoriums Traunstein. Im Bus waren 29 Personen anwesend. Ca. 1/3 davon waren aus dem Umfeld der BIK. Die Besucher wurden in 2 Gruppen verteilt. Eine Gruppe wurde von Herrn Engmann sen. geführt, die andere vom Sohn, Ben Engmann. Bei der Frage nach der Unteilbarkeit der Asche und die weitere Verwendung von z.B. Hüft- und Kniegelenken und anderen Metallteilen der Verstorbenen sagte Ben Engmann, sie würden entnommen und dem Restmüll zugeführt. Auf meine weitere entsetzte Nachfrage, ob es pietätvoll sei, diese Teile in den Restmüll zu geben, verbesserte er sich genervt, dass es vom Entsorger abgeholt werden würde. Bei der späteren Zusammenkunft der Gruppen entschuldigte sich Herr Engmann sen. für seinen Sohn, er wäre ja noch so jung, studiere in Wien und wüsste nicht, wie das genau abläuft. In meinen Augen verhält es sich so, dass der arme junge Mann noch nicht in die hohe Schule der „alternativen Wahrheit“ eingeführt wurde. Herr Engmann sen. betonte, dass alles in die Urne kommt. Die großen Gelenke aus Keramik, Titan und gehärtetem Stahl würden mit einer „Akkuflex“ und einer Schere zerkleinert. Da ich aus meiner beruflichen Erfahrung genau weiß, wie schwer sich diese Materialien bearbeiten lassen, ist es aus meiner Sicht absolut unglaubwürdig, dass diese großen Teile zerkleinert werden und in eine Aschekapsel mit ca. 2 Liter Volumen hineinpassen. Auf meine Frage nach der Schere zeigte man uns einen neuwertigen, handelsüblichen Bolzenschneider, der offensichtlich noch nie benutzt wurde. Es ist nicht vorstellbar, dass ein Mitarbeiter Tag für Tag unter schwierigsten Bedingungen diese Teile zerkleinert.

Klaus Zirngast

Kommentar zur Informationsveranstaltung der Stadt Kolbermoor am 17.09.19 zum geplanten Krematorium

Kolbermoor, 17. September; zweiter Termin einer Informationsveranstaltung der Stadt Kolbermoor zum Bau einer Feuerbestattungsanlage am neuen Friedhof. Gleicher Ort, gleiches Thema, fast gleiche Anwesende. Aber ein viel ruhigerer und professionellerer Umgang miteinander. Die Veranstaltung war gut strukturiert und zu Beginn sehr informativ, im weiteren Verlauf vor allem interessant.

Informativ waren die Modalitäten zum Ablauf des Ratsbegehrens, berichtet durch Herrn Kloo. Es wurde eindeutig und verständlich erklärt, wann die Bürger die Wahlunterlagen erhalten (dies ist in der Zwischenzeit bereits erfolgt), wie sich die Wahlbezirke gestalten und dass Briefwahl möglich ist. Jeder soll wirklich diese Möglichkeit der gelebten Basisdemokratie wahrnehmen und am 20. Oktober wählen!

Danach begann der vornehmlich interessante Teil der Veranstaltung.

Interessant ist, dass der Krematoriumsbetreiber ausschließlich fossile Brennstoffe als Energieträger verwendet. Man kann zu der derzeit stattfindenden Diskussion zur Energiewende stehen wie man will, aber dass abertausende Menschen auf die Straßen gehen und sich gegen die Verschwendung fossiler Energieträger einsetzen und ein Umdenken fordern, ist ein eindeutiges Zeichen. Und wenn jemand – egal ob Privatmann, Unternehmer oder Politiker – etwas ändern will, muss er bei dem anfangen, was er selber in der Hand hat. Auch wenn es nur ein vermeintlich kleiner Beitrag ist. Unsere Stadt gliedert sich somit nicht in die Reihe der Gemeinden ein, die eine Vorreiterrolle einnehmen wollen. Immerhin soll die aus der Verbrennung vorhandene überschüssige Wärme an die Stadt abgeben werden. Es ist interessant, dass die dafür notwendige Infrastruktur anscheinend vorhanden ist.

Interessant ist auch, dass ein Krematorium in der Umgebung als genauso wichtig erachtet wird wie ein Krankenhaus – das „gehöre zur Daseinsfürsorge“. Ein Krankenhaus in der Nähe kann bekanntlich Leben retten. Ist also wirklich wichtig. Aber ein Krematorium? Der Vergleich ist schon etwas makaber.

Ebenfalls interessant ist, dass dem Betreiber vollkommen unbekannt ist, dass durch die Kremation von Verstorbenen radioaktive Strahlung in die Umgebung freigesetzt wird, wenn die Verstorbenen vor ihrem Tod aufgrund von Krebserkrankungen einer Strahlenbehandlung unterzogen wurden. Der Betreiber hörte davon auf dieser Veranstaltung zum ersten Mal – obwohl aktuelle Fälle in Fachkreisen derzeit diskutiert werden (ein Krematorium in den Niederlanden musste wegen Strahlenbelastung gesperrt werden) und diese Informationen frei im Internet abrufbar sind. Weiterhin interessant ist, dass dem Betreiber anscheinend behördlich untersagt wurde, seine bestehende Anlage in Traunstein als Referenzanlage zu bewerben. Dies wurde auf der Veranstaltung aus dem Publikum so berichtet, ist dem Betreiber nach eigener Aussage aber vollkommen unbekannt. Interessant dabei ist, dass der Begriff „Referenzanlage“ in der ersten Veranstaltung in gefühlt jedem zweiten Satz vom Betreiber erwähnt wurde – in dieser Veranstaltung jedoch kein einziges mal. Unwissenheit kann ja bekanntlich ein Segen sein – für verantwortungsbewusstes Handeln und Glaubwürdigkeit ist sie aber eher ungeeignet.

Ich bin froh, dass ich die zweite Informationsveranstaltung besucht habe. Ich hatte zwar gehofft, den leider in der ersten Informationsveranstaltung entstandenen negativen Eindruck beseitigen zu können. Dort wurde hauptsächlich taktiert und ausgewichen. Aber leider scheinen einige Leute nicht aus ihrer Haut zu können und einfach offen und ehrlich zu sein: natürlich ist eine solche Anlage auf einem technisch sehr hohen Stand und die allermeisten Schadstoffe werden zurückgehalten. Natürlich wird der Betreiber diese Anlage nach Vorschrift betreiben. Aber trotzdem wird eine solche Anlage eine weitere Umweltbelastung in Kolbermoor verursachen. Und es gibt keine vernünftigen Gründe, die dies rechtfertigen.

Martin Kohn

Warum muss eigentlich ausgerechnet in Kolbermoor ein Krematorium her?

Warum muss eigentlich ausgerechnet in Kolbermoor ein Krematorium her?

So berauschend gut ist die Verkehrsanbindung nun doch auch nicht!
Es sind ja doch einige Kilometer zur Autobahn, die Straße dort hin ist auch oft sehr stark befahren, selbst wer sich der neuen Umgehung bedient und bei der Post abfährt, riskiert zwischenzeitlich schon häufig ein im-Stau-Stehen auf der Abfahrt, spätestens aber auf der Staatsstraße wenn auf die Ampel beim MacDonalds angestanden wird.
Jetzt herrscht schon starkes Verkehrsaufkommen auf Landstraßen und in den umliegenden Gemeinden / Städten. Da scheint es doch absichtlich mühselig gemacht, die Location am Rothbachl zu erreichen.

Das muss doch auch einfacher gehen?
Vielleicht gleich ganz in der Nähe der Autobahnausfahrt Bad Aibling? Das sind Gebiete, die doch noch zu Kolbermoor gehören?
Wir haben ja schon mal ausgerechnet, dass – so ganz global – nur etwa 4 % der Einäscherungen mit allen zugehörigen An- und Abfahrten Kolbermoorer Anwohner bzw. Hinterbliebene sind. Beim Betrieb von zwei Öfen dann lediglich etwas über 2 %. Da ist es geradezu herrlich unlogisch, dass man schon mal alleine knapp 14.000 Fahrten jährlich an An- und Abfahrten über die McDonalds-Kreuzug jagt. Trauergäste nicht mit geschätzt, weil wie sich der Trend, bei Einäscherungen zuzusehen, in den kommenden Jahren entwickelt, kann wohl nicht zutreffend abgeschätzt werden.

Aber es war ja zu lesen, der potentielle Betreiber sei nur am Standort Am Rothbachl interessiert.
Warum so unflexibel? Jetzt hat man nach Absagen vieler anderer Gemeinden endlich eine gefunden, die im ersten Moment scheinbar willig ist, auch wenn die Bürger nun das letzte Wort haben, und jetzt muss es an einer bestimmten Stelle sein.
Auch wenn woanders die Kosten möglicherweise höher sind, für einen Totalgewinn nach Geschäftsführergehältern (und evtl. Tantiemen) wird es doch auch in Kolbermoor an einer anderen Stelle reichen?

Damit haben wir beim eigentlichen Thema eingeschlagen:
Money makes the world go round.

Auch wenn Geld für das Funktionieren einer Volkswirtschaft zwischenzeitlich unerlässlich ist, erschließt sich mir dies immer noch nicht so wirklich wenn ich dagegen die zusätzliche Umweltbelastung und vor allem die erhöhte Gesundheitsgefährdung der Menschen setze.

Selbst wenn man die Einnahmen aus der Gewerbesteuer berücksichtigt.
Die dürften gleich in den ersten Betriebsjahren anfallen und ganz ansehnlich sein, wenn man die Zahlen aus den Jahresabschlüssen der GmbH die das Krematorium in TS betreibt, als Basis nimmt – mehr als ein Educated Guess also; wer beruflich mit Kleinigkeiten wie Jahresabschlüssen und Steuern zu tun hat kann aus den in stark verkürzter Form veröffentlichen Daten schon einiges herauslesen bzw. – rechnen. Nachdem die Anlage in Kolbermoor ja vergleichbar mit der in TS werden soll, drängen sich hier verschiedene Schlußfolgerungen förmlich auf.

Rechnen wir noch den Erbbauzins dazu – davon ausgehend dass die Info, das Krematorium soll auf dem Grundstück unter Erbpacht stehen, noch aktuell ist – der jährliche Einnahmebetrag aus dem Erbbauzins ist auch nicht übel, wenn man sich an für so eine Unternehmung übliche Grundstückswerten und übliche Erbbauzinssätzen orientiert. Zusammen käme da jährlich ein nettes Sümmchen zusammen.

Aber warum haben sich dann so viele andere Gemeinden / Städte im Umkreis gegen den Bau entscheiden? Sicher hat man denen doch als Entscheidungshilfe voraussichtliche Einnahmen-Zahlen geliefert?
Ach so, die brauchen kein zusätzliches Geld? Wie schön für die!
Die haben ähnliche Hebesätze bei der Gewerbesteuer, und der Erbbauzins, den würde man doch bestimmt auch gleich oder zumindest ähnlich gestalten.

Hier der Versuch einer Zusammenfassung – was man in den letzten Monaten so aus der öffentlichen Berichterstattung zu Gründen für Absagen als Standort entnehmen konnte:

Ausgangssituation: der Betreiber aus Traunstein möchte im Mangfalltal bis 2020 ein Krematorium zwischen Rosenheim und München bauen.

Tuntenhausen:
da soll nicht angefragt worden sein. Irgendwie verständlich, die Lage mit nicht wirklich guter Verkehrsanbindung ist nicht gerade der Brüller.
Feldkirchen-Westerham:
abgelehnt, alleine wegen des massiv erhöhten erwarteten Verkehrsaufkommens, das der kleinen Gemeinde nicht zuzumute sei. Auch sei das Krematorium nicht an jedem Standort gewollt. Und ein Krematorium passe auch nicht in ein Gewerbegebiet. Eine Gemeinde mit 11.000 Einwohner sei doch kein Platz für ein Krematorium, welches ein Mittelzentrum sein müsse.
(Aha, aber eine Stadt mit etwa der doppelten Einwohnerzahl ist es dann schon?!?!)
Bad Aibling:
abgelehnt, man sei Kurstadt, und auch hätte man keine geeigneten Flächen zur Verfügung
Bruckmühl:
dort vertritt man offenbar denselben Standpunkt wie in Bad Aibling
Bad Feilnbach:
die Angelegenheit wurde dort „nicht weiter verfolgt“
Sauerlach:
wurde angefragt, wie die Entscheidung war nirgends zu finden, die Gemeinde Sauerlach hat auf eine Email nicht geantwortet

Schon interessant – nur in Kolbermoor, da ist man ziemlich wild drauf.
Wie es aussieht, hält sich nur bei den Kolbermoorer Bürgern die Begeisterung in Grenzen.

Wegen des Geldes? Warum sollte es sonst sein?
Weil die Landschaft so viel schöner wird, wenn weitere Grünflächen beseitigt werden müssen? Wenn ergänzend ein etwa 10 Meter hoher Schornstein in der Gegend herum steht?
Weil die Entwürfe für die Gebäude so supertoll sind? (zu finden irgendwo auf der Homepage der Stadt Kolbermoor bei den ganzen Infos für das Krematorium – also, ich finde sie grässlich! Nicht einmal Gebäude sind geplant, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Modern sehen sie schon aus – aber das verstehe ich vermutlich nicht.)
Weil die Luft so viel besser werden wird?
Weil damit wirklich überhaupt gar keine zusätzlichen Belastungen – psychisch und physisch – auf die Kolbermoorer zukommen? Weil das garantiert werden kann? Von wem eigentlich?
Weil der zusätzliche Verkehr dafür sorgt dass bei uns endlich wirklich mal alles los ist, was nicht angebunden ist?
Weil der Lebensraum für Tiere in unserem eh viel zu ungrünen Kolbermoor noch stärker eingeschränkt wird?
Habe ich was vergessen?

Viele zusätzliche Arbeitsplätze werden nachhaltig ja kaum geschaffen:
Die Anlage müsste mit etwa 10 Mitarbeitern zu betreiben sein.
Selbst bei Anwendung aller verfügbaren Rechenkünste: die Zahl derjenigen Kolbermoorer, die Arbeit suchen, und vor allem noch die nötigen Fachkenntnisse dafür aufbringen, wird das wohl nicht sonderlich reduzieren.

Man könnte natürlich argumentieren, das muss ja alles erst gebaut werden. Das schafft Umsatz, Gewinn, Gewerbesteuer, Arbeitsplätze. Gutes Argument!
Welches aber ganz schön große Löcher hat.
Wer garantiert denn, dass auch Kolbermoorer Firmen die Aufträge bekommen?
Nachdem Geld ja augenscheinlich so wichtig ist, werden die Aufträge für die einzelnen Leistungsbereiche doch garantiert an die vergeben, die die günstigsten Angebote machen?!? Können sich die Kolbermoorer Handwerksfirmen den Preiskampf leisten?

Den Ofen bzw. die Öfen baut schon mal kein Kolbermoorer Unternehmen, sondern eine Firma aus Düsseldorf (Info der FBSO). Das kann auch noch nachvollzogen werden, weil es sich hier ja um eine Spezialfirma handeln muss, die das nötige Know How hat. Davon gibt es nicht so arg viele. Die wird die Anlage vermutlich auch warten.

Selbst wenn Kolbermoorer Firmen die restlichen Aufträge bekommen, dann ist noch lange nicht gesagt, dass diese Firmen in genau dem Jahr dann einen Totalgewinn erzielen, und Gewerbesteuer aus dem Bau in die Stadtkasse fließt. Aber, das wären ja eh nur Momentaufnahmen – ein, vielleicht zwei Wirtschaftsjahre bei den jeweiligen Unternehmen, dann sind die Arbeiten fertig. Es könnten also tatsächlich zusätzliche Arbeitsplätze für eine oder zwei Saisonen geschaffen werden.
Ein wirklich stichhaltiges Argument für das Krematorium finde ich das nicht, da nicht von Dauer.

Zusammengefasst können die Argumente für das Krematorium in einem Wort zusammengefasst werden: Geld.

Das ist kein sonderlich gutes, wenn man die ganzen Negativerscheinungen dagegen abwägt. Ausschlaggebend dafür, die Umgebung mit allem was mit einem Krematorium mitkommt auf Jahre hinaus zu belästigen kann das aber nicht sein?
Aber die Platzierung des Neuen Friedhofes da wo er jetzt ist war vermutlich auch schon nicht die beste Idee. Die da leider, wie sich nun herausstellt, samt dem Kind in den Brunnen gefallen ist, und nun sollen die Kolbermoorer Bürger/innen die Konsequenzen daraus tragen.
Das ist sowas von nicht okay!

Wem es nicht passt, der kann ja weg ziehen?
Klar, bei den Immobilienpreisen und Mieten no Problem! Lasst uns alle zusammenpacken und nach Australien auswandern! Da gibt es jede Menge Platz, und an das Englisch mit dem lustigen Akzent, daran gewöhnt man sich auch als Bayer schnell!

Barbara Fleischmann

Keine Empathie für den Bürger und seinen Ängsten

Seit sich auf Facebook eine Pro-Seite zum Krematorium aufgetan hat, bin ich richtig hellhörig zu dem Thema geworden.
Es geht nicht an, dass ein Krematorium als Gelddruckmaschine für Kolbermoor benannt wird, damit wir eine schöne Stadt bekommen. Auch die Behauptung, wer dort gebaut hat, hat billiges Bauland bekommen. Beide Aussagen wurden mittlerweile dort entfernt, aber ich habe mein Screenshot dazu.
Das ist pietätlos ohne Ende!
Die BI wird öffentlich nur noch angegriffen. Ich habe euch nicht erlebt zu den Vorwürfen und kann mir kein Urteil dazu erlauben. Zu eurer Infoveranstaltung habe ich es geschafft und fand sie vom Ablauf sachlich! War innerlich schon etwas auf Krawall zu euch gebürstet. Ich kann die Inhalte des Abends nicht beurteilen, dazu fehlt mir die Fachkenntnis.
Die Inhalte der Stadt zum Infoabend musste ich leider aus der Presse entnehmen.
Aber ihr seid am Ball und  ich drücke euch alle Daumen.
Mich stört in der Diskussion, dass der Bürger mit seinen Ängsten u Sorgen zum Teil im Internet, hier FB gemeint, nur belächelt oder gar beschimpft wird. Vielleicht habt ihr nicht immer adäquat reagiert, aber das muss auch mal verziehen werden. Gerade von der Stadt, oder genau genannt, vom Bürgermeister, der auf eurer Veranstaltung nicht war. Wer sagt denn, dass die Stadt immer adäquat reagiert hat? In meinen Augen schon gar nicht. Und da bekomme ich eine Wahlbenachrichtigung mit einem Flyer….der fast einer Einladung zu einer Butterfahrt ähnelt…wir reden uns das Problem schön. Kreuzen wir an, was der Stadtrat laut diesem Flyer beschlossen hat!
Herr Reimeier hat mir zu seiner Aussage imponiert: Wir haben damals geprüft…und beschlossen, das es nicht nötig ist.
Hätte gern mal Aussagen von der Stadt, wer das jetzt überprüft hat. Oder Herr Kloo, brauchen Sie noch ein weiteres Gewerbe hier vor Ort…Ihnen war es bislang immer egal wie die Bürger entlang der Staatstr leiden. Gehört nicht zur Stadt. Aber wir haben genug Verkehr hier! Mehr geht kaum noch, auch wenn es „nur“ 20 oder 40 Autos mehr sind!
Bislang habe ich viel mit Menschen dazu diskutiert und  niemand konnte mich von meiner Überzeugung abbringen, schon gar nicht so ein lächerlicher Flyer.
Auf in die Wahl, oder Nichtwahl, die manche Befürworter befürchten.

Martina Sydekum

Herr Kloo und die Demokratie

Heute, Samstag, 21.09.2019, sind die Wahlbenachrichtigungen der Stadtverwaltung an die wahlberechtigten Bürger und Bürgerinnen von Kolbermoor zum Ratsbegehren am 20.10.2019 eingegangen – zusammen mit einem sogenannten Informationsblatt zum Sachverhalt. Tatsächlich handelt es sich um eine absolut einseitige „Werbebroschüre“ FÜR die Errichtung eines Krematoriums.

Der Bürgermeister zeigt zusammen mit den Verfassern dieser Beilage, dass sie von Neutralität selbst bei Wahlen, wie es auch die Einladung zu einem Ratsbegehren darstellt, nichts, aber auch rein gar nichts halten. Der Geist der Bayerischen Gemeindeordnung wird mit Füßen getreten! Oder auf gut bairisch: eine riesen Sauerei!

Herr Kloo, wo bleibt da der politische Anstand und das demokratische Verhalten eines Bürgermeisters, der einen Eid auf unsere Gesetze abgelegt hat:

„Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Amtspflichten, so wahr mir Gott helfe.“

Vielleicht kann Ihr derzeitiges Handeln und Ihre einseitigen Beeinflussungen juristisch nicht belangt werden. Ob es anständig oder charaktervoll ist, kann sich jeder Bürger selbst beantworten.

Robert Gerhard König

Ein Nachmittag voller Widersprüche

Am Freitag, den 20. September fuhren mehrere Mitglieder unserer Bürgerinitiative nach Traunstein ins Krematorium.

Begrüßt wurden wir von Herrn Engmann und seinem Sohn Ben und anschließend, da wir ca. 30 Personen waren, in zwei Gruppen aufgeteilt. Fragen konnten teilweise während der Führung, teilweise erst später im Konferenzraum gestellt werden.

Wir wurden durch die verschiedenen Abteilungen geführt und bekamen grundlegende Abläufe erklärt.

Unter anderem durften wir die Kühlkammer betreten, in der bei ca. 3 – 4 Grad die Toten in ihren Holzsärgen liegen.
Die Urnenwand verströmte einen unangenehmen Geruch, während in der Kühlkammer keinerlei Gerüche feststellbar waren.

Obwohl das Krematorium angeblich die Kapazitätsgrenze bzw. die Auslastung erreicht hat, bekamen wir die Auskunft, dass zur Zeit kein 3-Schicht-Betrieb stattfindet.
Generell bzw. theoretisch sind Einäscherungen dort von Montag bis Samstag zwischen 5 und 23 Uhr möglich. Sonntags dürfen keine Einäscherungen vorgenommen werden.

Prothesen werden, gemäß Aussage von Herrn Thomas Engmann, mittels Bolzenschneider und Akkuflex zerschnitten und klein gemacht und anschließend zusammen mit der Asche in der Aschekapsel verstaut. Angeblich hat dort alles problemlos zusammen Platz. Eine Aschekapsel hat ein Fassungsvermögen von ca. 3 Litern und ist in der Regel zu ca. 3/4 gefüllt.

Den Bolzenschneider ließen wir uns von den Mitarbeitern des Krematoriums zeigen, der sah allerdings nahezu unbenutzt aus.

Zum Schluss der Führung wurde uns ein ca. 10 Jahre alter Film mit schlechter Bildqualität gezeigt. Dort konnte man unter anderem zusehen, wie eine Leiche versorgt und angezogen wird.
Ästethisch war das nicht, denn der Tote war hager und ausgemergelt, hatte ein hohes Alter erreicht und der geöffnete Mund war zu sehen. Dazu der Kommentar: „der Tote bekommt einen Einsatz aus Pappmaché verpasst, damit der Mund besser aussieht!“ In der nächsten Sequenz war dann der vollere Mund zu sehen. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, den Toten nicht so deutlich zu zeigen. Ein toter Körper ist meiner Ansicht nach selten ästhetisch anzuschauen, dazu sah man die Finger, in denen das Blut versackt war, in Nahaufnahme. Ich jedenfalls wollte meinen toten Körper nicht gefilmt wissen.

Zum Schluss merkte ich an, dass es unverständlich sei, ein Krematorium in den Kolbermoorer Friedhof bauen zu wollen, wo so viele alte Bäume für dieses Projekt gefällt werden müssten.
Herr Engmann antwortete daraufhin, wie ich darauf käme. Lediglich die Zufahrt zum Krematorium müsse frei sein und die Bäume dort gefällt werden.
Einige Minuten später trat die nächste Widersprüchlichkeit auf. Da hieß es nämlich auf einmal, „ein Baumgürtel“ könne stehen bleiben. Mein Versuch, Herrn Engmann festzunageln, nämlich eine detaillierte Auskunft zu bekommen, schlug fehl. Seine Antwort: „da brauchen wir nicht zu diskutieren, Sie sind sowieso anderer Meinung als ich!“ und dann: „Sie haben den Entwurf gesehen. Ich weiß nicht, wieviele Bäume stehenbleiben werden. So im Detail steht der Plan noch nicht fest! Aber es steht Ihnen frei, am 20. Oktober gegen das Krematorium zu stimmen!“

Und genau das werde ich auch tun.
Ich möchte den Kolbermoorer Friedhof in seiner ursprünglichen und natürlichen Form enthalten wissen, möchte mich weiterhin an den dort lebenden Tieren erfreuen und diese schöne Natur nicht für ein völlig sinnloses Krematorium opfern!

Es wurde heute wieder mehr als deutlich, dass hier lediglich finanzielle Interessen im Vordergrund stehen.
Ich werde den Bau dieses Krematoriums mit aller Macht bis zur letzten Minute versuchen zu verhindern.

Tanja Huber-Riediger

Informationsabend der Stadt Kolbermoor zum gepl. Krematorium am 17.09.2019 im Mareis-Saal

Bisher verstand ich nicht so ganz, warum die etablierten Parteien in Deutschland, besonders aber in den neuen Bundesländern, so viele Wähler an die AfD verlieren. Seit der Informationsveranstaltung der Stadt Kolbermoor am 17.09.19 ist es mir klarer: Die Politiker dieser etablierten Parteien setzen sich über ihre Wähler hinweg, machen ihr Ding, haben das Ohr nicht mehr am Wähler. Man fühlt sich als Bürger alleingelassen, man sitzt nicht mehr im Boot, wird nicht mehr wahrgenommen, bei politischen Entscheidungen nicht oder falsch informiert, man hat einfach keinen Draht mehr zueinander. Das macht ohnmächtig und man fühlt sich nutzlos und ausgestoßen. Der Auftritt wirkt leicht arrogant mit einem Schuss Selbstherrlichkeit, rhetorisch gut geschult wird alles niedergewalzt, was nicht ins Konzept passt. Zum Schluß ist man als Wähler wütend und mit dieser Wut geht man in die Wahlkabine, dann wird der Wahlzettel zum Denkzettel und das Kreuz ist an der falschen Stelle.
Dazu passt auch die Abwesenheit vieler Stadträte bei der Veranstaltung am 13.09.19, vielleicht auch aus Scham darüber, dass die Abstimmung über den Bau eines Krematorium im Stadtrat wie im nordkoreanischen Parlament ausgegangen ist. Wäre klug gewesen, wenn sich die Stadträte zur Diskussion gestellt hätten, vielleicht ein Bedauern, dass man wichtige Aspekte außer Acht gelassen hat, vielleicht aber auch ein Statement, dass man voll und ganz hinter dem Beschluss des Stadtrates steht. Aber Abwesenheit macht unantastbar, „wir geben uns mit euch nicht ab“.

Der Unterschied ist: Die Nicht-Befürworter dieser Verbrennungsanlage möchten gar nicht Recht haben, haben aber berechtigte Angst, dass sie Recht haben, die Befürworter des Krematoriums an diesem Standort setzen die rosarote Brille auf und wollen mit aller Macht Recht haben.

Fakt ist: Wenn man Schadstoffe nicht mißt oder messen kann, dann heißt das nicht, dass es keine Emissionen oder Gefährdungen gibt und das gilt bis zum Beweis des Gegenteils. Solange das nicht erfolgt ist, ist es höchste Fürsorgepflicht der Verantwortlichen, die Bürger vor möglicher Schädigung zu schützen. Wer das nicht macht, handelt grob fahrlässig.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum sich der Bürgermeister gegen seine Bürger stellt und stattdessen ohne Not einem Investor die Steigbügel hält. (Auf der Internetseite der Stadt Kolbermoor informiert kurioserweise der Investor (EHG) über Fragen zum Bau eines Krematoriums, nicht wie zu erwarten ein unabhängiger Sachverständiger!) Denn wir brauchen definitiv kein weiteres Krematorium. In Bayern besteht schon die höchste Dichte in der Bundesrepublik, die Anlagen sind nicht ausgelastet. Der einzige, der von diesem Krematorium profitiert, ist der Betreiber und das auf Kosten der Anwohner. Hier soll gewinnmaximiert gearbeitet werden, Störfälle und Risiken werden kleingeredet oder negiert.

Fakt ist: Der Standort am Rotbachl ist denkbar ungeeignet, genauso wie der Platz neben dem Rathaus mit Anbindung an den Friedhof, Verwaltung, Parkhaus und Gastronomie, weil auch hier Anwohner der Gefährdung ausgesetzt wären. Auch Standorte im Norden, Westen oder Osten unserer Stadt sind abzulehnen, falls auch nur der Hauch einer Gefährdung für die anwohnenden Menschen bestehen würde.

Fakt ist: Der Verkehr in Kolbermoor ist schon längst am Limit, da klingt die Aussage wie ein Hohn, dass 30 Fahrzeuge zusätzlich (in Wirklichkeit werden es viel mehr!) keine Rolle spielen, ebenso wie der Vergleich mit vermehrtem Verkehrsaufkommen, wenn bei Aldi Sonderangebote verkauft werden.

Fakt ist: Aus Gründen der „Pietät“ müssen bei einem Störfall die Bypass-Klappen geöffnet werden, ansonsten halte ich dieses Wort bei dieser Diskussion für nicht angebracht.

Dr. Wolfgang Hefele

Dr. Wolfgang Hefele

Fehler macht jeder! Sie zuzugeben und zu korrigieren zeigt die Größe!

Unserer Meinung wäre es die richtige und vernünftigste Entscheidung der Stadt Kolbermoor, wenn sie an dem Projekt nicht festhalten würde und sich eingesteht, dass sie beinahe auf eine Firma hereingefallen wäre, die es mit der Wahrheit gegenüber der Stadt Kolbermoor und deren Bürgerinnen und Bürgern nicht so genau nimmt. Damit könnte vielleicht mit Beschluss des Stadtrats ein Ratsentscheid hinfällig werden und die Stadt Kolbermoor würde sich die dafür anfallenden Kosten sparen.

Gerhard und Monika Fischer

Gerhard und Monika Fischer

Verantwortung gefragt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Jugendliche und Kinder,
es wurde viel gesprochen und geschrieben über den Bau eines Krematoriums am Rothbachl in Kolbermoor, von Befürwortern und Gegnern. Und wenn nun am 20. Oktober darüber entschieden wird, geschieht dies unter Ausschluss derjenigen, die von dieser Entscheidung am meisten betroffen sein werden, nämlich die nächste(n) Generation(en), die jetzt noch nicht wahlberechtigt sind.
Wir sind 62 Jahre alt und stehen kurz vor der Rente. Auf unser Wohlbefinden wird der Ausgang des Bürgerentscheids keinen Einfluss mehr haben. Von daher könnte es uns eigentlich egal sein was geschieht.
Allerdings, wir haben Zweifel! Nämlich daran, dass nicht doch austretende Restschadstoffe sich auf die Gesundheit unserer Töchter und Enkeltöchter auswirken wird. Und aus exakt diesem Grund, die Zweifel die uns niemand nehmen konnte, werden wir gegen den Bau des Krematoriums an diesem Standort stimmen.
In der Rechtsprechung heißt es „im Zweifel für den Angeklagten“; in diesem Fall für uns „im Zweifel gegen das Krematorium in der unmittelbaren Nähe von Wohngebiet, Sportstätten, Spiel- und Vergnügungsplatz und nicht zuletzt Schule. Orte an denen sich überwiegend unsere heute nicht wahlberechtigten Kinder aufhalten.
Wenn also nur der geringste Zweifel an der absoluten Sicherheit besteht, so denken wir, stehen wir Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger in der Verantwortung unseren Kindern und Enkelkindern gegenüber, sie vor möglichen Schädigungen zu schützen. Ungeachtet dessen wo in Kolbermoor wir wohnen und frei von jeglicher Polemik die in den vergangenen Wochen zu hören und lesen war.
Walter u Karin Bauer, Kolbermoor

Walter und Karin Bauer

Traurig, wie weit es schon gekommen ist

Im Leserbrief von Frau Fischer wird mir unterstellt, dass ich das besagte Gutachten selbst nie gelesen hätte. Das trifft natürlich nicht zu. Erstens wird nach wie vor von einigen Zahnärzten auf Wunsch der Patienten, Amalgam verarbeitet.

Zweitens haben noch die meisten Menschen im mittleren Alter (30 bis 50 Jahre) Amalgam-Füllungen im Mund. Bei aller berechtigten Hoffnung, wird die Quecksilber-Belastung von Zahnfüllungen die nächsten 30 bis 40 Jahre ein Problem sein. Auch wenn es noch andere Quellen von Quecksilber-Eintrag in die Umwelt gibt, müssen wir doch nicht noch zusätzliche Belastungen durch ein Krematorium auf uns nehmen, für das weder ein Bedarf noch ein geeigneter Standort besteht.

Unser kleiner Friedhof am Rothbachl mit eineinhalb Hektar Fläche ist in keinster Weise mit den zitierten Friedhöfen in Salzburg mit 25 Hektar und Leipzig mit 78 Hektar vergleichbar. Zusätzlich bildete sich die Bebauung im Lauf der Jahrzehnte um die Krematorien auf den Friedhöfen herum, ganz anders als bei uns, wo das Krematorium in die bestehende Wohnbebauung gesetzt werden soll. Dieses Thema „Krematorium“ spaltet leider die Bevölkerung Kolbermoors.

Sehr bedenklich ist auch die Tatsache, dass inzwischen schon Sachbeschädigung und Diebstahl von selbstgemalten Kinder-Plakaten vorkommen. Auch so manche Äußerung gegen informierende Bürger kommt einer Drohung schon sehr nahe. Hier das wörtliche Zitat, was ich meine: „Pass nur auf, dass niemand deinen Hund vergiftet“. Traurig, wie weit es schon gekommen ist.

Brigitte Schindler

Mitterhart

Kein Krematorium in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung, Kindergärten, der Pauline-Thoma-Schule, Sportplätzen, Restaurants und Geschäften!

Liebe Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger,

die Firma FBSO hat sich laut Aussage des Herrn Bürgermeister Kloo klar gegen einen anderen Standort im Bereich Kolbermoor ausgesprochen. Warum wohl?! Der geplante Standort im Neuen Friedhof, inmitten der Ihnen allen bekannten Nutzung, ist zwar für die Menschen im Umfeld ein ungeeigneter Standort, für die Firma FBSO aber der kostengünstigste und deshalb der für die Firma FBSO geeignetste.
Das ist aus Sicht der gewinnorientierten Firmenleitung zwar legitim, zeigt aber auch, dass sich mal wieder alles nur ums Geld dreht. Als Kolbermoorer Bürgerin und Bürger sollte man sich dem Wohl der Kolbermoorer Mitbürger und Mitbürgerinnen sowie der Lebensqualität im ganzen Stadtgebiet verpflichtet sehen und nicht den Gewinnen der Firma FBSO! Bindet bei Euren Gedanken auch die Toten und Ihre Angehörigen mit ein! Die Angehörigen haben ein Recht auf Ruhe und Besinnung!
Auch dies würde eine in mehreren Schichten arbeitende Verbrennungsanlage stark beeinträchtigen! Aus diesen Gründen appellieren wir an alle stimmberechtigten Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger!
Bitte nehmt am 20.10.2019 Euer demokratisches Recht wahr und stimmt für die in Kolbermoor lebenden und arbeitenden Menschen und nicht für eine gewinnorientierte Verbrennungsanlage mit all ihren negativen Auswirkungen und Risiken für Menschen, Umwelt und Natur in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung, Kindergärten, der Pauline-Thoma-Schule, Sportplätzen, Restaurants und Geschäften!

Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich!

Gerhard und Monika Fischer

Fischer

Was es mit der Pietät so auf sich hat….

Im Zusammenhang mit dem geplanten Krematorium wird ja ganz schön viel von Pietät geredet.
Nachgelesen: was genau will uns das Wörtlein Pietät eigentlich sagen?
Z.B.: Achtung, Würdigung, Respekt, Ehrfurcht, Rücksicht und diverses Andere.

Gilt die Pietät nur für die Verstorbenen? Da scheint ja die Totenruhe ein ganz wichtiger Faktor zu sein. Welche durch alles, was mir nachfolgend eingefallen ist, massiv gestört sein dürfte!

Ich greife jetzt mal das Thema zwangsweise durch ein Krematorium produzierter zusätzlicher Verkehr auf, und frage mich, ob das mit wenigstens einem der Synonyme der Pietät in Einklang zu bringen ist.

In einem Promotion-Interview in einer der letzten Kolbermoorer Bürgerzeitungen wird die Zahl der zusätzlichen Autofahrten kräftig aufgehübscht – da steht zu lesen, 15 bis 30 zusätzliche Fahrten könne die Kreuzung beim McDonalds leicht verkraften, denn bei rund 20.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag würden die nicht mehr ins Gewicht fallen.
Da hat Mann bei der Berechnung aber ganz offensichtlich die Trauergäste „vergessen“.
Und überhaupt finde ich diese pietätlose Aussage eine Unverschämtheit.

Es werden durch Anlieferung der Verstorbenen, Abholung der Urnen, und ganz besonders durch An- und Abfahrt von Trauergästen, welche der Einäscherung beiwohnen möchten, ganz sicher mehr als 15 bis 30 Fahrten täglich zusätzlich entstehen. Muß man ein Mathegenie sein, um da draufzukommen?

Die Krematorien werben ja geradezu damit, dass die Trauergäste in ansprechend gestalteten Räumlichkeiten dabei zusehen können, wie ihre Liebsten die letzte Fahrt antreten.
Dass die Gäste zu einer Einäscherung alle gesammelt in einem Fahrzeug ankommen und wieder abfahren, daran glaubt bestimmt nur der Weihnachtsmann. Die kommen doch in mehreren motorisierten Fahrzeugen an. Und wieder weg. Und wenn dann vielleicht noch das Wetter schlecht ist, jeder selbst im eigenen Auto, weil man will sich ja die gute Kleidung nicht verpfuschen.

Wenn die also da sowieso schon fröhlich in der Gegend herumfahren, dann können sie genausogut zu einem an einem wesentlich passenderen Standort gebauten Krematorium ötteln und wieder weg davon.
Je nach dem, wo die Gäste herkommen, ist es noch nicht einmal ein Umweg, sondern sogar kürzer für sie zu fahren.

Besonders die unmittelbaren Anwohner neben dem Krematorium – die dürften die zusätzlichen Fahrten sehr wohl belasten, da die ersten ja nur etwa 70 Meter davon entfernt ihre Häuser haben.

Wo ist denn jetzt da der Respekt, also die Pietät meine ich, für die, die zur Arbeit gehen um ihren Lebensunterhalt zu verdienen – brauchen die keine Ruhe, weder tagsüber noch nachts?
Mehr Abgase kann man ihnen auch ohne Probleme und Rücksichtnahme zumuten?
Auf – besonders noch kleine – Kinder besser aufpassen zu müssen, dass die nicht beim spielen aus Versehen in eines der viel zahlreicher auftretenden Autos laufen, darf dann gerne Hauptfreizeitbeschäftigung der Erwachsenen werden?
Oder wird Kindern unter einem gewissen Alter dann einfach untersagt, draußen zu spielen?
Setzt euch lieber an den Computer, das stärkt das Immunsystem nicht so – Gesundheit wird aber heutzutage auch total überbewertet, oder?
So viele Fragen – und das sind bestimmt nicht alle!

Hier ist schon wieder eine:
Was passiert denn bei erhöhtem Verkehrsaufkommen – egal warum es aufkommt?

– Zusätzliches „Geschoppel“ an der jetzt schon oftmals nervtötend überfrequentierten Kreuzung Carl-Jordan / Staatsstraße 2078 / Am Rothbachl
– Zusätzlicher Zeitaufwand für alle, die über diese Kreuzung fahren müssen
– Zusätzlicher Lärm entsteht – durch fahrende und stehende Fahrzeuge
– Zusätzlicher Schadstoffausstoß – der dürfte allerdings die Lebenden deutlich mehr stören als die bereits Bestatteten.

Wie sieht es denn mit möglichst ungestörten Feierabenden auf der Terrasse, oder im Garten, auf dem Balkon, und ganz wichtig: Nachtruhe aus? So zum Batterien wieder aufladen und Kraft tanken für den nächsten Tag? Braucht es das nicht mehr für jeden?

Der Wind trägt doch nicht nur Schadstoffe und Gerüche, sondern auch Geräusche wunderbar weit durch die Landschaft!
In der doch ruhigeren Nacht sind die wunderbar zu hören, je näher man an der Geräuschquelle ist.

Wir wohnen Luftlinie knapp über 3 Kilometer von der Autobahn entfernt.
Je nach Windrichtung hören wir immer wieder nachts entweder die Bahnlinie, oder eben die Autobahn. Dass die Fahrzeuggeräusche von der A8 stammen, ist klar, da schnell fahrende LKW’s dieses eigenartige „singende“ Geräusch verursachen.
Welches durch den fleißigen Wind frei Haus auch ins Schlafzimmer geliefert wird. (Und ohne jetzt weiter drüber nachzudenken – Abgase sind da bestimmt auch mit bei).

Die Frischluftfreaks, die gerne von Frühjahr bis Herbst bei geöffneten oder gekippten Fenstern schlafen, die können sich ungestörten Schlaf vermutlich dann abschminken.

Ein jeder Befürworter des Krematoriums möge sich doch jetzt fragen: ist einem selbst eine Mütze voll gutem, ungestörten Schlaf des Nächstens wichtig?
Vielleicht weil man am nächsten Morgen dann ausgeruht und fit starten kann? Ja?
Möchten Sie auch zusätzliche Schadstoffe – dann aus dem Verbrennungsbetrieb – frei Haus geliefert bekommen? Ja?
Das kriegt der Wind hin – das ist dann Windkraft mal anders!

Wenn der Wind Geräusche mehr als 3 Kilometer weit zu uns trägt, dann möchte ich gar nicht drüber nachdenken, wie laut es bei den unmittelbaren Anwohnern des Krematoriums werden würde.

Und jetzt waren wir nur beim zusätzlichen Geräuschaufkommen / Lärm, was bekanntlich ja auch krank machen kann!

Zurück zu den direkten Anwohnern:
Es ist doch so, dass von vielen Kliniken die Verstorbenen nachts abgeholt werden. Um den Klinikbetrieb nicht zu stören, und Patienten und deren Besucher nicht mit dem Anblick der Leichenwagen zu belästigen.
(Da sind wir aber plötzlich schon mit der Pietät im Gepäck unterwegs…..)
Die nachts Abgeholten können (müssen nicht, werden aber oft) auch nachts bei den Krematorien angeliefert werden.
Mit Sicherheit gehen weder die Anfahrt, noch die Abfahrt, noch das Ausladen des Sarges, geräuschlos von sich.

Aus einem Bericht / Artikel vom ndr aus 2017:

– Ein Geräusch wird zu Lärm, wenn es bewusst oder unbewusst stört und damit das Wohlbefinden beeinträchtigt
– Straßenlärm stört die Deutschen am meisten
– Lärm macht krank
– Nachts reagieren die Ohren empfindlicher
– Bereits geringe Lärmpegel können zu Konzentrations- oder Schlafstörungen führen

Die Aussegnungshalle soll wirtschaftlicher genutzt werden, sagt der Herr Bürgermeister Kloo.
Ich gebe zu, das ist keine Pietätsfrage, macht im dafür sogar richtig Sinn, aber ich will an dieser Stelle trotzdem drüber nachdenken.
Wirtschaftlichkeit ist gut – wir wollen ja auch, dass die Stadt Kolbermoor liquide ist.
Aber auf Kosten der seelischen und körperlichen Gesundheit der direkten und indirekten Anwohner? Echt nicht!

Es will sich mir auch nicht erschließen, wie wirtschaftlichere Nutzung mit den paar Beisetzungen erreicht werden soll, bei denen Kolbermoorer beerdigt werden.

Aus dem Zahlenmaterial dieser Webseite lässt sich schließen, dass man in den kommenden Jahren mit – bestenfalls – 150 Einäscherungen jährlich von Kolbermoorern rechnen kann. Und diese Zahl ist schon optimistisch hochgerechnet.

Wie viele davon werden denn auch gleich im neuen Friedhof neben dem Krematorium beigesetzt?
Es gibt ja noch den alten Friedhof, da finden auch noch einige ihre letzte Ruhe – besonders eine Urne findet auch da wunderbar noch Platz, wo ein Sarg nicht mehr hineinpasst.
Und wie viele der 150 werden an keinem der Kolbermoorer Friedhöfe beerdigt, weil das Grab in einem anderen Ort ist?
Mann – Frau auch – kann ja jetzt in Kolbermoor wohnen und dort auch mal versterben, aber das Familiengrab ist z.B. in Rosenheim.

Das heißt letztendlich, dass jährlich erst einmal rund 3.300+ Einäscherungen stattfinden, bei denen zwar vermutlich eine deutliche Anzahl Trauergäste an- und wieder abreisen (wir wollen ja das Krematorium der Gegend werden, da wird dann schon mal die eine oder andere Entfernung zu fahren in Kauf genommen), die Kreuzung belasten, die Anwohner belästigen – ohne Absicht natürlich – die Bestattung aber ganz woanders ist.
Da wird doch dann bestimmt die Wirtschaftlichkeit unserer Aussegnungshalle nicht bei aufgebessert?
Und wenn der zweite Ofen dann in Betrieb ist, reden wir von ca. 6.800+ Verbrennungsvorgängen jährlich. Mit Verkehr verursachenden ortsfremden Trauergästen versteht sich.

Das sind alles Zahlen, die nicht zu dem passen, was uns versucht wird beizubringen: die Wirtschaftlichkeit der Aussegnungshalle ist ja sicher das allerschwächste in der Liste der Befürworter für das Krematorium!

Wenn ich eine spitze Zunge hätte, würde ich fragen: soll hier die Stadtkasse auf Kosten der Pietät aufgebessert werden?

Und nun haben wir uns noch gar nicht über die zusätzliche Umweltbelastung durch die Einäscherungsvorgänge unterhalten. Aber das heben wir uns für einen anderen Beitrag auf!

 

Barbara Fleischmann

Meine unsachliche emotionale Meinung als Kolbermoorerin

Meine unsachliche emotionale Meinung

Als Kolbermoorerin in 3. Generation, immer schon wohnhaft in Kolbermoor, aufgewachsen in -Süd u. im Eigenheim niedergelassen in unmittelbarer Nähe zum geplanten Krematorium (ca. 100 m Luftlinie) will ich meine Meinung zum Bauprojekt darlegen.
Ich arbeite seit über 21 J. als exam. Pflegefachkraft in einer kath. Einrichtung. Der Tod und der Umgang mit Verstorbenen ist fast „alltäglich“ für mich. In meinen Aufgabenbereich fällt auch die Begleitung sterbender Menschen, Verstorbene zu waschen, anzukleiden u. aufzubahren. Ich glaube daher sehr wohl zu wissen, was pietätvoller u. pietätloser Umgang ist. Natürlich gehört der Tod zum Leben. Die Geburt u. der daraus resultierende Tod sind das Elementarste was dem körperl. Dasein unterliegt. – Also kein Grund für den Bau eines Krematoriums.
Auch der Satz „Kinder müssen den Umgang mit dem Tod lernen“ ist in meinen Augen sinnfrei. Mein 9 jähriger Sohn hat in kürzester Zeit 2 geliebte Opas u. eine Uroma mit uns zu Grabe getragen. Inwiefern hätte ihm der Bau eines Krematoriums bei der Verarbeitung dieser Verluste hilfreich sein können?
Im übrigen habe ich vor einigen Jahren auch das Krematorium in TS besucht. Meine Erinnerung daran deckt sich leider mit den Ausführungen von Hr. Zirngast auf der Demo. (Wir sind nicht mit einem dicken Bonzenauto vorgefahren, sondern nahmen zu Fuß teil).

Wenn wir jetzt aus dem 1. Stock des Kinderzimmerfensters, vom Schlafzimmerbalkon oder aus den Fenstern des 2. Stocks schauen, sehen wir die Bepflanzung um den „Neuen Friedhof“ herum. In Zukunft soll dort eine riesige Totenverbrennungsmaschinerie liegen? Der Architekt hat auf der Infoveranstaltung am 25.6. gesagt, dass das Gebäude nicht zu sehen sein wird u. kurz darauf wurde erläutert, dass der Schornstein mind. 10 m in den Himmel ragt. Die Bepflanzung, die ja offensichtlich auch weichen muss, weil sich das eingekreiste Areal auf den vorgestellten Folien über die Grenzen des jetzigen Friedhofareals erstreckt, könnte uns also die „tolle“ Aussicht nicht mehr versperren. Hinzu kommt, dass die Umgebung sehr hellhörig ist. Wenn sich Jugendliche Nachts am Skaterplatz treffen, kann man oft jedes Wort u. jedes Abfahren der Rampe sehr laut hören. Das stört uns nicht. Was uns stört, ist dass uns in Zukunft die lauten Kühlaggregate Tag u. Nacht an den Tod erinnern sollen. Natürlich auch die Leichenwägen.
Zudem kommt, dass mein Elternhaus (mein Erbe) in der Jahnstr. in dem meine Mutter, meine Schwester mit ihrer Familie u. meine Oma wohnen gleichermaßen von der neuen Aussicht in Mitleidenschaft gezogen würden. Von der Wertminderung beider Häuser ganz abgesehen.
Seit vom Bauvorhaben in den Medien berichtet wurde, bin ich hin- u. hergerissen zwischen völligem Entsetzen u. ungläubigem, morbidem Grusel.
Am Anfang der Infoveranstaltung hat der Bürgermeister zu einer sachlichen, nicht emotionalen Diskussion aufgerufen. In Internetvideos sprach er von einem sensiblem Thema u. vom Floriansprinzip. Als Gegnerin des geplanten „Wahnsinns“ fühle ich mich verspottet, als Polemikerin beschimpft , mit wahnwitzigen Vergleichen konfrontiert und ein zweites Mal in vorwurfsvoller Weise mit dem Floriansprinzip belästigt .
Der Umgang mit den um den Friedhof wohnenden Leuten ist unmoralisch u. pietätlos.
Den einzigen Lichtblick, den ich in dem ganzen Elend jetzt noch sehe, ist das bevorstehende Ratsbegehren. Hoffentlich ist meine Resilienz bis dahin ausreichend um mit diesem „Albtraum“ umgehen zu können.
Ein riesiges Dankeschön an die BIK. Die Arbeit, die Kosten u. die investierte Zeit müssen enorm sein. Danke auch im „voraus“ an meine Kolbermoorer Verwandten, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen u. Bekannten für Eure Solidarität!

Andrea Müller

Angebot an Herrn Engmann

Werter Herr Engmann,
nachdem Sie sich vor ein paar Jahren, wie man dem Internet entnehmen kann, aus dem Müllentsorgungsgeschäft zurück gezogen haben, um sich anderen Dingen wie dem lukrativen Feuerbestattungsgeschäft vermehrt zuzuwenden, möchten Sie also nun auch in Kolbermoor ein Krematorium errichten.
Wenn ich Ihre Veröffentlichungen der letzten Wochen verfolge, bekommt man den Eindruck, dass das von Ihnen geplante Krematorium, das mit fossilem Gas betrieben werden soll, eine Bereicherung im Voralpenland werden würde, die außer ökologisch völlig unbedenklichem Wasserdampf nur noch völlig unbedenkliche Schwermetalle und sonstige Abgase ausstößt. Ja, man könnte fast den Eindruck bekommen, dass das Krematorium zu einem ökologisch positiven Beitrag für Flora, Fauna und Mensch beitragen würde.
Da wollen Sie doch sicher gerne auch gleich um die Ecke wohnen?! Gerne auch am Ortsrand?! Bergblick?!
Gerne biete ich Ihnen mein Anwesen zum Kauf an, selbstverständlich zu derzeitig üblichen Marktpreisen; was für einen erfolgreichen Geschäftsmann kein Thema sein dürfte.
Wir haben uns dieses wunderschöne Haus vor zwei Jahren gekauft, um in gesunder Umgebung mit unseren Kindern leben zu können und nicht mehr großstädtischen Abgasbelastungen ausgesetzt zu sein.
Mein Angebot ist doch ein angemessener Deal unter ehrlichen Männern – also Hand drauf?
Beste Grüße
Robert Gerhard König

Robert Gerhard König

Leserbrief zum Artikel „Ein Friedhof muss kostendeckend sein“

Wieder nimmt es der Bgm. Kloo mit der Wahrheit nicht so genau: Wenn Herr Kloo oder Kirchenvertreter behaupten, es gäbe Wartelisten im Krematorium München, ist das schlicht: falsch. Uns liegen schriftliche Aussagen von München und vier im Umkreis liegender Krematorien, darunter auch Salzburg, mit der unisonen Antwort vor: „Es finden Einäscherungen innerhalb von drei Arbeitstagen vor“ – inklusive der gesetzlichen Wartezeit von 48 Stunden. München teilt explizit mit, dass es noch nie Wartelisten hatte und auch nicht gibt. München baut derzeit sein Krematorium umfassend aus. Auf unserer Webseite haben wir definitiv widerlegt, dass es einen Bedarf für ein neues Krematorium gibt: nicht örtlich, nicht überörtlich, nicht bundesweit! Es bestehen Hinweise, dass die Privaten Krematorien bauen und in einen verdrängenden Preiskampf mit den Kommunalen gehen. Nimmt es Herr Kloo bei bestehenden Gesundheitsgefahren der eigenen Bürger für geringe, wenn überhaupt zu erwartende Gewerbesteuereinnahmen billigend in Kauf, dass andere Kommunen in wirtschaftliche Schieflagen kommen und Steuergelder für defizitäre Krematorien gebraucht werden? Im Übrigen, Herr Kloo, muss der Gesamthaushalt ausgeglichen sein, sonst müssten Sie bereits Kindergartengebühren deutlich erhöhen. Haushaltsstellen sind gegenseitig deckungsfähig. Kostendeckung im Friedhofswesen kann und darf es aus sozialpolitischen Erwägungen genauso wenig geben wie bei Kindergärten! Herr Kloo, der Bürger verdient Ehrlichkeit und Transparenz! Deren Steuergelder zahlen auch Ihr Gehalt! Eine Verlinkung auf unsere Homepage fehlt immer noch und zeigt Ihre fehlende demokratische Haltung zur Bürgerschaft. Wollen Sie wirklich als der spaltende Bürgermeister in die Geschichte Kolbermoor eingehen?

Dipl.-Ing. Architekt BDA Robert Gerhard König

Kein Krematorium am falschen Platz!

Jede Bürgerin und jeder Bürger von Kolbermoor der nicht gegen das Krematorium stimmt trägt die Verantwortung für die Langzeitschäden. Es geht da nicht um „schau ma moi“! Wenn diese gewinnorientierte Verbrennunganlage einmal da ist, lässt sich dieser Zustand auf Jahrzehnte gesehen nicht mehr rückgängig machen!

Auf der einen Seite stehen die Kinder, Eure Gesundheit, die Umwelt und die Natur. Auf der anderen Seite stehen die Gewinne der Firma FBSO.

Ich wünschte ich hätte in meinem Leben immer nur so leichte Entscheidungen zu fällen gehabt!

Das die Stadt Kolbermoor und die Firma FBSO es mit Tatsachen nicht so erst nehmen, zeigen die Auskünfte der umliegenden Krematorien hinsichtlich der Wartezeiten! Bei der sogenannten Informationsveranstaltung der Stadt Kolbermoor/Fa. FBSO am 25.06.2019 war von Wartezeiten auf Grund der hohen Nachfrage an Kremierungen von mehreren Wochen die Rede. Die Auskünfte der umliegenden Krematorien sprechen von maximal 3 Tagen! Meiner Meinung nach wurden hier die Stadt Kolbermoor und die Fa. FBSO bei der gezielten Verkündung einer Unwahrheit erwischt! Wie wahrheitsgetreu sind dann die Aussagen hinsichtlich Gesundheitsschäden usw. zu bewerten?!

Bitte haltet als Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger am 20.10. alle zusammen und stimmt gegen Geldgier und für ein lebenswertes Kolbermoor.

Vielen Dank für Eure Unterstützung

Gerhard und Monika Fischer

Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo im Interview: „Schütteln, aufstehen, weitergehen“

Selbstverständlich ist die Durchführung des Bürgerentscheids „schwierig“ für den Bürgermeister Peter Kloo und seine Verwaltung, wenn sich die Gegner des geplanten Krematoriums informieren und berechtigte Sorgen äußern. Im Internet ist für jeden Interessierten völlig problemlos und ohne nennenswerten Aufwand nachzulesen, was andernorts an Störfällen passiert ist und immer noch passiert! Diese Bedenken der Bürger als „Argumentationen mit Halbwissen“ abzutun, ist in meinen Augen sehr leichtfertig und der Sache alles andere als dienlich.

Aus reinem Machtkalkül spaltet der Bürgermeister seine Bürgerschaft.

Seit der Gründung der „Pro“-Initiative kochen die Emotionen, vor allem in den sozialen Medien, erst recht hoch. Teilweise werden da scharfe Geschütze gegeneinander hochgefahren. Da war der Informationsabend, oder sollte man eher sagen „Werbeabend“, im Mareis-Saal Ende Juni doch fast harmlos dagegen.

Ein „echter“ Bürgermeister wäre in der Lage, zu erkennen, dass ein guter Teil der Bevölkerung große Angst vor dieser Anlage hat. Er würde über das nötige Fingerspitzengefühl verfügen, neutral auf seine Bürger einzugehen und es allein schon deshalb vorziehen, auf ein paar Euro Gewerbesteuer zu verzichten.

In Voerde und in Xanten, um einmal Beispiele aus weiter entfernten Ortschaften zu nennen, wurden seinerzeit auch kein Krematorien gebaut.

Herr Kloo sagte im Interview: „Meine Existenz hängt nicht an meinem Beruf. Die Energie, die ich jetzt in das Amt investiere, kann ich auch Zuhause einsetzen – für die Familie. Und wenn mich die Wähler nicht noch einmal wählen, dann ist ein anderer an der Reihe.“

Sehr gute Idee, Herr Kloo! Legen Sie Ihr Amt nieder, verzichten Sie auf die vierte Periode als Bürgermeister und machen Sie den Weg frei für einen Nachfolger, der über die nötige Sensibilität verfügt!

Tanja Huber-Riediger

Kein Krematorium in Kolbermoor am Rothbachl

Liebe Kolbermoorer Bürger u. Bürgerinnen,
setzt Euch für 3 Minuten auf einen Stuhl, überlegt und seid ehrlich.
Möchtet Ihr 70 Meter von einen Krematorium in einem Haus/Wohnung leben? Jeden Tag 20 Leichenwagen zum Krematorium einfahren zu sehen?
Die Kinder oder Enkelkinder direkt neben der Verbrennungsanlage zum Sportplatz/Spielplatz zu schicken?
Im Abstand von 50 Metern des Krematoriums einkaufen zu gehen oder von einem Restaurant den Kamin vom Krematorium qualmen zu sehen?

Wollt Ihr schädliche Umwelteinwirkung, Gefährdung der Gesundheit, größeres Verkehrsaufkommen u.s.w.???

Ich denke NEIN. Wir bitten Euch, stimmt am 20.10.2019 bei der Abstimmung mit NEIN.

Margrit und Erwin Schmidbauer
20.08.2019

Margrit und Erwin Schmidbauer

Zu den Leserbriefen der Arbeiterwohlfahrt

Auffallend, wie aktiv die Arbeiterwohlfahrt Leserbriefe im OVB verfasst.
Nicht verwunderlich allerdings, schließlich wurde der Kolbermoorer Bürgermeister Peter Kloo im Juni 2016 der neue Vorsitzende des Kreisverbands der AWO.
Eine Hand wäscht die andere und eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Zu der Aussage im Leserbrief von Herrn Nebauer, nach der Eröffnung des Krematoriums in Traunstein hätten sich manche Gegner bei den Betreibern entschuldigt: wer daran glaubt, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann. Oder an den Osterhasen.

Tanja Huber-Riediger

Verkehrssituation

Mit großem Interesse verfolge ich die meiner Meinung nach seitens der Stadtverwaltung (s.Hr.Poitsch) aggressiv geführte Diskussion um das Krematorium.

Bisher wurden meine Nachfragen seitens des Rathauses Stadt über die zusätzliche Verkehrsbelastung mit dem Argument abgewiegelt, dass die sog. „Aldi Kreuzung“ lt. Verkehrsgutachten den Verkehr von zusätzlichen 7000 Transporten zzgl. der An- und Abreise der verabschiedenden Angehörigen und der Mitarbeiter leicht ertragen kann. Ich frage mich, an welchem Feiertag die Verkehrszählungen durchgeführt wurden, die zu diesem Gutachten geführt haben. Wochtentags stellt sich für mich die Situation aber so dar: Egal aus welcher Richtung und beinahe egal zur welcher Tageszeit ich nach Mitterhart fahre, stehe ich mindestens ab der Brückenstraße, dem Postverteilungszentrum oder dem Hundert-Meter-Bau im Stau.

Während der Hauptferienzeit wird die A8 über die Staatsstraße entlastet, so dass wir im Kolbermoorer Süden/Mitterhart neben der Westtangente auch das zusätzliche Verkehrsaufkommen der A8 ertragen müssen.

Muss das denn wirklich sein?

Wäre es denn nicht viel wichtiger und sinnvoller das Grundstück endlich mit dem versprochenen Sportzentrum zu bebauen, von dem die Kolbermoorer selbst und nicht die Auswärtigen profitieren würden und zu dem die meisten mit dem Fahrrad kommen können?

Elmecker Claudia

Leichenverbrennungs-Industrie – der Ruf von Kolbermoor steht auf dem Spiel!

Wie schnell verbindet man mit einem Ortsnamen dessen Einrichtungen oder dessen geschichtliche Einrichtungen insbesondere, wenn diese einen schlechten Ruf haben:
• Dachau steht für das Konzentrationslager 1933-1945, ebenso Buchenwald oder Auschwitz usw. Wer denkt bei Dachau an eine nette Stadt mit etwa 47.000 Einwohnern?
• Haar bei München steht für Irrenanstalt.
„Wenn Du so weitermachst kommst Du nach Haar“ hört man in München sagen.
• Gabersee verbindet man mit der 1883 dort gegründeten ersten Irrenanstalt Bayerns.
Usw. usf.
Kolbermoor hatte einst einen nicht so guten Ruf wie heute! Lange hat es gedauert bis der Ruf Kolbermoors besser wurde.
Wollen wir wirklich zusehen, wie der heute gute Ruf durch eine für Kolbermoor völlig überflüssige Leichenverbrennungs-Industrie mutwillig zerstört wird?
Hier ein paar Zahlen: In Deutschland sterben pro Jahr etwa 1,12% der Einwohner 932.272 von insgesamt 82.790.000 (im Jahr 2017)), wovon etwa 55% der Leichen verbrannt werden.
Was ergäbe sich daraus für das Einzugsgebiet für die geplanten Leichenverbrennungen in Kolbermoor?
Hier eine kurze Rechnung: 7000 / 1,12% /55% = 1.060.606
Das bedeutet aus einem Umland mit insgesamt über eine Million Einwohnern sollen alle zu verbrennenden Leichen nach Kolbermoor gekarrt werden und hier industriell verheizt werden.
Die „gute“ Nachricht: pro Leiche fallen im Durchschnitt für 70 Euro Metallreste an, wie Zahngold oder auch Titan. Das ergibt jährlich eine Summe von 490.000€.
Fast hätte ich’s vergessen: Der eigentliche Umsatz. Bei geschätzten 500 € pro Verbrennung ergibt sich ein Jahresumsatz von 35.000.000 Euro. Daher der Kampf, es geht wohl mal wieder ums Geld!
Ein gute Ruf ist aber unbezahlbar.
Der Name KOLBERMOOR darf nicht zum Inbegriff für Leichenverbrennung werden!!

Friedrich Jacob

Sorgen einer Anwohnerin

„Liebe Mitbürger von Kolbermoor, ich möchte Euch gerne einige Fragen stellen. Wie würdet Ihr reagieren, wenn Euch die Stadt ohne Ansage in sehr geringem Abstand zu Eurem Haus ein Krematorium vor die Nase stellt? Niemand denkt dabei an die Umwelt, noch an die Menschen die nahe dort wohnen. Wer ist da noch freundlich und nett wenn man als Mobb, Quertreiber, Populist oder gar mit einem Mord an einem Politiker in Zusammenhang gebracht wird, nur weil man den Mund aufmacht?

Ich wohne etwa 100 Meter von dem geplanten Krematorium entfernt und habe Informationen aus glaubwürdigen Quellen, dass Schwermetalle und andere Giftstoffe in die Luft geblasen werden (Gutachten www.quecksilber-in-Krematorien.de/#Quecksilbermessungen ). Der letzte Filter des Ofens muss in einer Untertage-Deponie endgelagert werden ( https://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/02/02H140/t6.pdf ) und ich vermute, dieser Filter ist hochgiftig. Auch befürchte ich eine deutliche Steigerung der Krebsrate.

Wer will da noch Biogemüse und Obst aus dem Garten, das dann möglicherweise belastet ist, noch essen? Wir haben Angst um die Gesundheit unserer Kinder. Mir scheint sogar, dass die Toten und die vermeintliche Gewerbesteuer wichtiger sind, als die Lebenden und unsere Gesundheit. Sind die vielen Autoabgase nicht schon genug? Dieses Krematorium gehört einige Kilometer weiter weg von Wohngebieten und Sportplätzen.“

Brigitte Schindler

Mitterhart

Schindler Brigitte

Zum Artikel „Ärger um Krematorium – Bürger protestieren gegen geplanten Neubau“ in der Süddeutschen Zeitung

Ganz offensichtlich war der Autor des Artikels nicht persönlich vor Ort, um sich selber ein Bild der Lage zu machen.

Der Neue Friedhof am Rothbachl liegt inmitten einer sehr schönen Natur, mit zahlreichen Tieren, die in den wunderschönen und teilweise schon sehr alten Bäume leben..

Für das Krematorium müssten sehr viele dieser alten Bäume gefällt werden, zahlreiche Tiere würden aus ihrem Lebensraum vertrieben werden.
Oft sieht man Leute draußen auf der Bank in der Sonne sitzen, die in Ruhe ihrer Verstorbenen gedenken möchten.
Wenn all diese schöne Natur weichen muss, wenn statt der Bäume und der Tiere nur noch Straßen mit viel Verkehr zu sehen sind, möchte dort sicher niemand mehr sitzen.

Wenn die Kolbermoorer Stadträte sich allen Ernstes keine Sorgen über die schädlichen Emissionen machen, dann sei ihnen – und auch dem Kolbermoorer Bürgermeister Peter Kloo – dringend ans Herz gelegt, sich im Internet zu informieren.
Aufgrund der Tatsache, dass wir immer mehr adipöse Leichname haben und der Verbrennungsvorgang aus Pietätsgründen nicht gestoppt werden darf, finden regelmäßig solche Emissionen statt, das ist auch ohne großen Aufwand für jeden interessierten Bürger nachzulesen.

Zuletzt noch die Aussage des Bürgermeisters, der neue Friedhof sei ein „geeigneter Standort ohne direkte Anwohner“. Das ist an Hohn und Spott kaum mehr zu überbieten.
Die nächsten Anwohner leben maximal 50 Meter vom geplanten Krematorium entfernt, das sind für mich absolut „direkte Anwohner“.

Sehr schade und für mich persönlich absolut unverständlich, dass hier immer noch beschwichtigt und bewusst die Unwahrheit verbreitet wird.

Ich hoffe, dass am 20. Oktober beim Bürgerentscheid die erforderliche Anzahl von 2.950 Stimmen erreicht werden und die Pläne für diesen Bau endgültig vom Tisch sind.

Tanja Huber-Riediger

Zum Leserbrief des Herrn Mairoll vom 6.8.19 im OVB

Der Leserbrief des Herrn Mairoll vom 6.8.19 liest sich wie ein Empfehlungschreiben der Firma FBSO (Krematoriumsbetreiber).

Dies Bedarf einiger Richtigstellungen:

Der Besuch der Traunsteiner Anlage tagsüber, ist wie ein Abgastest von VW. Bei 7000 Verbrennungen jährlich wird auch Nachts verbrannt. Es ist doch ein leichtes handhabbare Fälle tagsüber, und Problemfälle nachts zu planen. Keiner riecht was, keiner sieht was, und dann dröhnen die Kühlanlagen und es riecht süßlich. In Traunstein weiter weg vom Wohngebiet, in Kolbermoor mitten drin.

Der Störfall wird die Regel! Die deutsche Energiewirtschaft geht von massiven Spannungsschwankungen im deutschen Stromnetz, nach Abschaltung der Kernkraftwerke 2022, aus. Der Störfall wird damit zur Regel. Dann geht die Anlage in den Sicherheitsmodus, d.h. ungefilterter Abbrand! Das Notstromaggregat (besser Kleinkraftwerk), soll ja übernehmen, kommt dann aber mit Emissionen und Lärm noch zur Gesamtbelastung durch die Anlage dazu. Bis zur Übernahme, ist aber sicherlich die Giftwolke draußen.

Feinststäube und Quecksilber. Die zitierten Zementwerke und Kohlekraftwerke stehen nicht in Wohngebieten. Die WHO lässt für Feinstäube keinerlei Maximalwert zu. Null Emissionen in Wohngebieten verstehen sich wohl von selbst.

7000 Verbrennungen haben wirklich industriellen Charakter – und das Tür an Tür mit Lebensmittelhandel (Aldi) und Wohngebiet. Abseits jeglicher gesundheitlicher Diskussion,würde doch niemand neben einer Südbayrischen Leichen-Großverbrennungsanlage leben wollen. Nicht umsonst sucht der Betreiber FBSO, seit eineinhalb Jahren in ganz Südostbayern, vergeblich einen Standort. Überall wurde abgelehnt, aber Kolbermoors Bürgern, gesegnet mit B 15 Neu im Osten, und möglicher Brenner-Bahntrasse im Westen, soll diese Großanlage, mitten im Ort, zugemutet werden.

Das Argument „Krematorium nicht im Stadtgebiet“ hat folgenden Hintergrund. Jede Deponie, ein Klärwerk, Kompostieranlagen etc. werden weitab von Wohnräumen geplant. Warum nicht eine Großverbrennungsanlage, deren gesundheitliche Risiken weit größer sind, als bei den ersteren?

Zu dieser leidigen Diskussion kommt jetzt auch noch die Aufgabe des gesellschaftlichen Konsenses. Die bittere Enttäuschung über eine solche Politik wird noch dazu mit einer Polarisierung der Gesellschaft in der ehemals „dörflichen“ Stadt Kolbermoor bezahlt.

War´s das Wert?

Dave Corwin

Kolbermoor

Dave Corwin

Nein zum Krematorium

Das Krematorium ist gesundheitsgefährdend durch schadstoffbelastete Abgase.

Keller Ernst

Kommentar zu Leserbrief „Niemand fühlt sich belästigt“ im OVB vom 06.08.2019

Es ist lobenswert, dass sich immer mehr Bürger über die Problematik eines Krematoriums informieren. Es gibt dazu nicht nur Werbeveranstaltungen des Betreibers in Traunstein (organisierte Bustouren), sondern auch unzählige Möglichkeiten im Internet nach objektiven Sachverhalten zu recherchieren. Die Vermutung liegt natürlich nahe, dass bei einem Betrieb in 3- Schichten, potenzielle Störfälle in die Nachtstunden gelegt werden. Zu der Aussage: „Die Öfen halten bis 1500 Grad aus“ sei zu bemerken, dass der Schmelzpunkt bei Stahl bereits bei ca. 1400 Grad liegt. Somit ist dieser „Sachverhalt“ mehr als fadenscheinig. Selbst der Betreiber gibt zu, dass ein Teil des Quecksilbers durch den Kamin entweicht. Hier sind bereits „Kleinstmengen“ höchst toxisch. Daher ist der Vergleich mit Kohlekraft- und Zementwerken nicht zielführend. Ich möchte auch solche Anlagen nicht in Kolbermoor. Zum „Floriansprinzip“ sei zu bemerken, dass sich bereits die meisten umliegenden Städte und Gemeinden gegen ein Krematorium entschieden haben. Bei einem überwiegenden Tag-/und Nachtbetrieb ist es in meinen Augen sehr wohl eine Industrieanlage.

Klaus Zirngast

Zirngast Klaus

Krematorium

Ich bin dagegen, dass in einem Wohngebiet ein Krematorium gebaut werden soll.
Der Gestank, die Giftstoffe, der Lärm…
Weshalb soll es denn unbedingt in einer Wohnsiedlung gebaut werden und nicht irgendwo ausserhalb 🤷‍♀️
Das kann man den Anwohnern doch beim besten Willen nicht zumuten!
Dem Landschaftsbild Mitterhart/Kolbermoor tut es mit Sicherheit nicht gut. So etwas passt dort nicht rein…

Koschack Christiane

Kein Krematorium in Kolbermoor

Als Gegner für den Bau eines Krematoriums in Kolbermoor, möchte ich der Bürgeninitiative schon mal recht herzlich danken, was bis jetzt erreicht wurde.
Ich habe fast alle Veranstaltungen besucht, die Aussagen unseres Bürgermeisters Herrn Kloo kann ich nicht nachvollziehen.
Nun war ja am 31.7.19 die öffentliche Stadtradssitzung, es waren auch wieder sehr viele Kolbermoorer anwesend, es mussten viele am Flur stehend warten, bis dann nach fast 2 Stunden der letzte Punkt, (Radsbegehren) behandelt wurde.
Als Bürger von Kolbermoor, sehe ich das wohl so, Herr Kloo vertritt nur seine Interessen, sonst hätte man ja die Abstimmung auch vorverlegen können, wenn schon so viele Kolbermoorer darauf gewartet haben.
Nun ist es ja durch, dank der Bürgerinitiative, die Wahl ist am 20. Oktober, geht alle hin und stimmt dagegen, dann wird das Krematorium auch an keinem anderen Standort in Kolbermmor gebaut.

Da die Bürgerinitiative, auch viele Infoblätter und Plakate herstellen lies, sind wohl auch Kosten entstanden, von den unzähligen Stunden an Arbeit die Sie erbracht haben, nochmals vielen Dank.

Desshalb werde ich natürlich auf Ihr Spenden Konto etwas einzahlen, was alle betroffenen Bürger auch tun sollten, denn sonst wären wir nicht so weit gekommen.

Und jetzt haben die Kolbermoorer Bürger es in der Hand ob das Krematorium gebaut wird, nicht mehr Herr Kloo

Mayer

Mayer

Ich bin strikt dagegen

Ich bin strikt gegen den Bau eines Krematoriums mitten in Kolbermoor.

Angelika Niedenthal

Auf der Suche nach der Wahrheit

Bei der Stadtratssitzung am 31.07.2019 sagte Herr Kloo, der Investor des geplanten Krematoriums „sei nur interessiert, am Standort Friedhof am Rothbachl zu bauen“.
Diesem Investor, der bekanntlich in Traunstein wohnt, ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit völlig egal, wo das Krematorium gebaut werden soll. Hauptsache, das Geschäft klappt und das Geld kann fließen.
Als unmittelbare Anwohnerin wehre ich mich nach wie vor dagegen, dass jede Menge schöner und alter Bäume gefällt werden sollen (bei manchen davon ist der Stamm so dick, dass ein Mensch ihn nicht alleine umfassen kann), und dass viele Tiere ihren Lebensraum verlieren..
Des weiteren wehre ich mich mit aller Kraft dagegen, mich und meiner Familie unnötigen Gesundheitsrisiken durch den Ausstoß von Quecksilber durch Krematorien, das mit einer nicht unbeträchtlichen Prozentzahl zur Quecksilberbelastung beiträgt, auszusetzen. Für Menschen und Tiere ist Quecksilber giftig. Da es vom Organismus schlecht ausgeschieden werden kann, reichert sich der Stoff im Körper an.
Ich hoffe, dass am 20. Oktober möglichst viele Kolbermoorer gegen das geplante Krematorium stimmen.

Tanja Huber-Riediger

In einer Gemeinde wie Kolbermoor

In einer Gemeinde wie Kolbermoor gibt es etwa eine Bestattung pro Werktag also zwischen 200 und 250 pro Jahr (geschätzt)
Mit dem neuen Krematorium steigt die Zahl auf 7000 pro Jahr also knapp 30 pro Werktag jeweils mit Trauerfeier am Sarg vor der Verbrennung. Auch das bedeutet ein riesiger Ansturm von rund 3 Trauerfeiern pro Stunde bei 10 Stunden Öffnungszeit. Der helle Wahnsinn. (Es geht also nicht nur um Leichentransporte!!)
Mit Sarg werden wohl pro Werktag etwa 3 Tonnen Leichen und Särge eingeäschert.
Warum wollen all die anderen Orte keine Krematorien?
Es geht wohl da einigen Leuten um riesige Umsätze von 30.000 Euro pro Tag und deshalb sollen wir Kolbermoorer so etwas hinnehmen. Wir sind doch keine Totenstadt. Gibt es wirklich keine schöneren Projekte?

F.J.

Vielen Dank

Vielen Dank für den sehr interessanten und informativen Abend beim Brückenwirt-Stammtisch am 18. Juli. Ich fand es sehr schön, zu sehen, wieviele Mitstreiter wir im Kampf gegen das geplante Krematorium haben, wieviele Mitbürger ebenfalls gegen diesen Bau sind. Gemeinsam sind wir stark und können viel erreichen.
-Huber-Riediger

Tanja Huber-Riediger

Zeitungsbericht vom Samstag, den 20.07.2019

Im Zeitungsbericht vom Samstag, in dem es um die Bebauung des Geländes „Gasthof zur Post“ ging, sagte der zweite Bürgermeister, Herr Kannengiesser, man dürfe die Mitterharter Bürger nicht überfordern.
Neben dem geplanten Umbau der „Post“, der geplanten BMX Anlage mit einem dazugehörigen Campingplatz und dem Bau einer Industriellen Verbrennungsanlage, wäre es eine gute Idee, zumindest auf das Krematorium zu verzichten und damit sehr vielen Bürgern Kolbermoors eine große Sorge um die Gesundheit ihrer Familie zu nehmen.

Klaus Zirngast

Könnte das geplante Ratsbegehren eine Mogelpackung sein?

Gestern (09.07.2019) wurde bei OVB-online ein Artikel mit Bild veröffentlicht, welcher unseren Bürgermeister und
den Betreiber des Krematoriums, Herrn Engmann zeigt. Man beachte bitte aufmerksam deren Gesichtsausdruck (!) nach der Unterschrift zur Kostenübernahme der Planungskosten durch Herrn Engmann.

Meiner Meinung nach soll es beim Ratsbegehren gar nicht um die Frage gehen, ob überhaupt ein Krematorium gebaut wird, sondern nur noch in welcher Form!!!

Wird uns dies dann als Bürgerbeteiliung zur Planung des Krematoriums verkauft?
Verstreicht hier evtl. wertvolle Zeit, sich gegen den Bau des Krematoriums wehren zu können?

Andrea W.
10. Juli 2019

Winter-Olbrich Andrea

03.07.19 Stadtratsitzung

An der Informationsveranstaltung im Mareis-Saal konnte ich leider nicht teilnehmen, weshalb ich nicht beurteilen kann ob die Polemik, die Herr Kloo im ersten Satz in der Sitzung vom 03.07.19 mit Seitenhieb auf die Anwesenden der Bürgerinitiative anprangerte, so stattfand. Ich persönlich hatte den Eindruck, in der sehr kurzen Behandlung des Themas Ratsbegehren, fiel kaum ein Satz des Bürgermeisters, der nicht einen herablassenden Seitenhieb enthielt. Ich hätte fast den Eindruck gewonnen, Herr Kloo wäre sehr verärgert über den Gegenwind im Mareissaal, ich war kurz davor selbst verärgert zu sein. Ich rief mich aber innerlich zur Ordnung, da es schließlich nicht möglich sein kann, dass ein gewählter – wenn auch ohne Gegenkandidat – (ja, das war ein Seitenhieb, vielleicht auch Polemik aus dem Bereich Sarkasmus) Bürgermeister persönlich verärgert auf Interessen und Bedenken, die ihm von Seiten „seiner“ Bürger vorgetragen werden, reagiert.
Im übrigen war der Ton teilweise gegenüber seinen Stadräten/-innen der Gleiche, keiner davon wirkte betroffen, von daher gehe ich einfach davon aus dass dies der gewohnte Umgangston ist.
Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die Emotionen bei Bürgern, die in dieser Art angesprochen werden, hochkochen, für mich ist Polemik als Gegenreaktion darauf, vollkommen verständlich.
Wie man in den Wald hineinruft…
Im übrigen hatte ich mich bislang nicht aktiv mit der Bürgerbewegung beschäftigt, bin der Initiative seit meinem Besuch im Rathaus aber sehr dankbar, da ich meine Meinung mit den ersten Worten des Bürgermeisters zu diesem Thema gebildet habe.
L. Kellermayer

Kmoa

Wir von der Bürgerinitiative bedanken uns als Erstes für den großen Zuspruch der Aktion in der Bevölkerung

Leider wird darüber recht einseitig berichtet.

Wenn Herr Bürgermeister Kloo die Debattenkultur kritisiert muss man vielleicht auch erwähnen, dass er der erste war, der bei der Infoveranstaltung einen unserer Redner unterbrochen hat.

Des Weiteren war es in unseren Augen äußerst bedenklich vom Moderator, einen Vergleich unserer Diskussion mit dem Mordfall „Lübcke“ anzustellen. Wir finden solche Aussagen manipulativ und sehr unpassend.

Die Unmutsbekundungen kamen erst nach 1,5 Stunden ausführlicher Information der Stadt und den geladenen Rednern.  Bei brütender Hitze im Saal und nachdem der Bürgermeister, Herr Kloo, die Kirchenvertreterinnen unangekündigt nach vorne holte um unseren Sprecher zu unterbrechen. Als Frau Molnár das Anliegen der anwesenden Bürger auch noch mit dem „Floriansprinzip“ verglich kamen vereinzelte Buh-Rufe aus dem Publikum.

Man kann diese Reaktion natürlich nicht gut heißen, aber jeder Befürworter sollte sich ehrlich selbst die Frage stellen, ob er diese industrielle Verbrennungsanlage in seiner unmittelbaren Nachbarschaft akzeptieren würde. Grundsätzlich lehnen wir ein Krematorium nicht ab, sind aber der Meinung, dass es bessere Standorte bei uns gibt.

Wir haben größte Bedenken in nächster Nähe der Wohnbebauung, der Schule und der Sportanlage für Kinder und Jugendliche, eine solche Anlage zu errichten. Es gibt noch wesentlich mehr Gründe dagegen.

Klaus Zirngast

Meine Sicht der Dinge

Nachdem wir uns ca. 1 1/2 Stunden vom Betreiber, dem Architekten, dem Maschinenlieferanten usw. die angeblichen Vorteile angehört haben, kamen wir endlich zu einer Diskussion.

Bei einer Info-Veranstaltung sollte eigentlich dann das Für und Wider zur Sprache kommen, damit überhaupt eine Information für die Bürger stattfinden kann. So habe ich versucht, im Rahmen der Diskussion auch eine andere Meinung ins Spiel zu bringen und meine Sicht der Dinge darzustellen. Aber wie ich im nach hinein feststellen muss, ist eine Diskussion der Bürger gar nicht gewünscht und man soll die höhere Weitsicht von H. Kloo widerspruchslos hin-nehmen.

Und so wurde ich bereits beim ersten Punkt meiner Stellungnahme vom Bürgermeister H. Kloo rüde unterbrochen ( er hat  mich also nicht ausreden lassen) indem er das Saalmikrofon für eine angebliche Antwort an sich nahm. Er hat dies aber entgegen der Abrede dazu nützen wollen, um den Kirchenvertretern das Wort zu erteilen und so meinen Vortrag zu beenden. Nur dies ist am lautstarken Protest der Teilnehmer gescheitert, denn die wollten meinen Vortrag bis zum Ende anhören. Mit lautstarkem Beifall wurde mein Vortrag dann  von der überwältigenden Mehrheit der Anwesenden am Ende gutgeheißen. Ohne diese lautstarken Unmutsäußerungen hätte ich meinen Vortrag nicht zu Ende bringen können. Die Kirchenvertreterinnen waren nur zum falschen Zeitpunkt am Mikrofon und es hat nichts mit ihrer Person zu tun.

Wenn jemand die demokratischen Regeln zu allererst gebrochen hat,  war es allein H. Kloo, der mich nicht weiterreden lassen wollte. Er hat damit die Bevölkerung aufgebracht und ist zuerst für den Eklat verantwortlich.

Wer die Regeln bricht kann nicht von anderen einseitig deren Einhaltung einfordern.

Günter Schlarb

1. Leider hat die durch die Interessenslage der Stadt Kolbermoor geprägte Vorstellung des Vorhabens im Mareissaal zu unnötigen Auseinandersetzungen zwischen den Bürgern geführt. Diejenigen, die für Krematorien im Allgemeinen sind, standen denjenigen gegenüber, die gegen den Standort Kolbermoor im Speziellen sind. Aber stellt sich tatsächlich die Frage, ob das eine oder das andere richtig ist und umgesetzt werden soll? Wohl nicht, denn hier existiert weder Gegensätzliches noch Widersprüchliches: Es können sowohl Krematorien errichtet werden und zugleich müssen diese nicht in Kolbermoor stehen. Die Anforderungen beider Seiten sind also gemeinsam erfüllbar.
2. Es ist verständlich und nachvollziehbar, dass die Stadt Kolbermoor das durch den neuen Friedhof entstandene Haushaltsdefizit auszugleichen versucht. Gleichwohl ist es keine gute Idee, einen Planungsfehler (hier Schaffung des neuen Friedhofs) mit einem neuen Planungsfehler (Krematorium am neuen Friedhof) auszugleichen. Das wird letztlich zu einer noch schlechteren Situation führen, wie man an so prominenten Beispielen wie Stuttgart 21 und dem neuen Flughafen in Berlin sieht.

Hannes Bellmann

Servus,

können wir jetzt schon anfangen Unterschriften zu sammeln, gegen den Standort in Kolbermoor? Habe jetzt schon ca. 100 Unterschriften aus Kolbermoor Süd Bürger.
Freue mich über Ihre Antwort.

Cornelia Strauß

Bin dabei!

Ich bin hier in Kolbermoor geboren und wohne in meinem Elternhaus (5.Generation). Ich finde es bemerkenswert, dass sich Bürger gegen die Maßnahmen der Stadt wehren. Dieses Krematorium passt nicht in unsere jetzt schon sehr dicht besiedelte Stadt. Meiner Meinung nach geht es dabei nur um finanzielle Hintergründe der Stadtverwaltung. Grundsätzlich sollte ein Standort außerhalb von Wohngebieten gefunden werden. Die in der Versammlung angesprochenen Grenzwerte sind einfach nur Obergrenzen, die jedoch nichts über die tatsächliche gesundheitlichen Gefahren und Geruchs-Belästigungen aussagen. Ein besonders gutes negatives Beispiel dafür ist in Raubling die Papier Fabrik. Da scheinen die Werte auch rechtlich innerhalb der Grenzen zu liegen, tatsächlich jedoch stinkt es heftig!
Dazu kommt das extrem hohe Verkehrsaufkommen an der Kreuzung beim Mc Donalds. Bereits jetzt ist täglich mit hohen Wartezeiten für die Autos zu rechnen. Wie sollen die Bewohner der Stadt Kolbermoor mit der Belastung durch noch mehr An- und Abfahrten (7000) der Leichenwägen zuzüglich den trauernden Besuchern klar kommen!?
Die Stadträte haben von einer maximalen Beteiligung der Bürger gesprochen. Dafür braucht es fairer Weise einen Bürgerentscheid. Bin dabei!

Pamela H.

Meiner Meinung nach ist es reine Absicht unseres Bürgermeisters, den Termin des Stadtratbeschlusses auf Ende Juli zu legen.
Sollte man ab diesem
Zeitpunkt erst Unterschriften sammeln dürfen, wäre ein
großer Teil der Bevölkerung in
den großen Ferien in Urlaub und somit nicht zu erreichen!
Die Frist Unterschriften einzuholen, beträgt nur wenige
Wochen!…

Andrea W.

Ich bin gegen den Bau des Krematoriums

Der Standort ist nicht passend! Und das hat nichts mit dem „Floriansprinzip“ zu tun. Die Kolbermoorer sollen darüber entscheiden! Die Info-Veranstaltung hat mich nicht von meiner Meinung abgebracht. Mir hat es vielmehr aufgezeigt wie ein Unternehmer versucht sich durchzusetzen und wie unser Bürgermeister agiert. Ich bin für der Erhalt des Friedhofs in der jetzigen Form.

Rolf Schoenauer

@Sabine S.: Sehe ich ebenfalls so. Von dem vermeintlich über Generationen sozial-demokratisch geprägten Kolbermoor ist scheinbar nicht mehr viel übrig. Wohne (eigentlich sehr gerne) in Kolbermoor. Würde das Bürgerbegehren gerne unterschreiben. Ggf. auch mithelfen.

Ronald D.

Da bin ich voll Eurer Meinung, ein Krematorium neben Sportanlagen, wo sich Kinder aufhalten ist undenkbar, auch ich bin in nächster Nachbarschaft betroffen und bin natürlich gegen den Bau des Krematoriums.

Kerling Angelika

Gute Aktion! Wünsch euch viel Erfolg!

Melanie Kleiner

Ich bin nicht direkt betroffen. Wohne aber in Kolbermoor. Finde den Standpunkt trotzdem mehr als unpassend.

Alina

Diese Informationsveranstaltung hatte für mich teilweise den charakter einer Werbeveranstaltung! Das Krematorien gebraucht werden ist keine frage, aber dieser Standort ist ja mehr als unpassend….ausserdem hab ich das ungute gefühl das da hinter den kulissen viel mehr abläuft. Ich lebe seit 54 Jahren hier, aber mittlerweile kann ich mich mit meiner Heimatstadt nicht mehr Identifizieren. Wo sind die Zeiten in denen nicht alles um den Kommerz ging! Als es noch gemütlich, familär und einfach schön zu leben war in Kolbermoor.

Stöttner Sabine
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