Es ist lobenswert, dass sich immer mehr Bürger über die Problematik eines Krematoriums informieren. Es gibt dazu nicht nur Werbeveranstaltungen des Betreibers in Traunstein (organisierte Bustouren), sondern auch unzählige Möglichkeiten im Internet nach objektiven Sachverhalten zu recherchieren. Die Vermutung liegt natürlich nahe, dass bei einem Betrieb in 3- Schichten, potenzielle Störfälle in die Nachtstunden gelegt werden. Zu der Aussage: „Die Öfen halten bis 1500 Grad aus“ sei zu bemerken, dass der Schmelzpunkt bei Stahl bereits bei ca. 1400 Grad liegt. Somit ist dieser „Sachverhalt“ mehr als fadenscheinig. Selbst der Betreiber gibt zu, dass ein Teil des Quecksilbers durch den Kamin entweicht. Hier sind bereits „Kleinstmengen“ höchst toxisch. Daher ist der Vergleich mit Kohlekraft- und Zementwerken nicht zielführend. Ich möchte auch solche Anlagen nicht in Kolbermoor. Zum „Floriansprinzip“ sei zu bemerken, dass sich bereits die meisten umliegenden Städte und Gemeinden gegen ein Krematorium entschieden haben. Bei einem überwiegenden Tag-/und Nachtbetrieb ist es in meinen Augen sehr wohl eine Industrieanlage.

Klaus Zirngast